Trumps Streit mit den Medien: CNN von Reise ausgeladen

Trotz richterlicher Anordnung:Trumps Streit mit den Medien: CNN von Reise ausgeladen

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Der US-Sender CNN darf die Trump-Reise in den Bundesstaat Tennessee ohne Angaben von Gründen nicht filmen. Der US-Präsident wagt damit auch die Machtprobe mit einem US-Richter.

Donald Trump - 2025

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche mehreren Medien den Zugang zum Weißen Haus versperren lassen.

Quelle: dpa

Donald Trump facht seinen Streit mit den US-Medien neu an: Der Sender CNN darf die Reise des US-Präsidenten in den Bundesstaat Tennessee nicht als Vertreter des sogenannten TV-Pools filmen. In diesem Pool wechseln sich fünf große amerikanische Fernsehsender seit Jahrzehnten bei der täglichen Berichterstattung über den US-Präsidenten ab. Die Pool-Vertreter reisen meist mit dem Präsidenten und haben in der Regel direkten Zugang zu seinen Auftritten.

MS NOW White House Correspondent Vaughn Hillyard works on a street corner near the White House in Washington, DC, on September 21, 2026. Three leading US news outlets announced on September 21 they will go to court after being banned from the White House, as President Donald Trump claimed that media critical of his administration is a "Cancer" threatening national security. CNN, MS NOW and Politico said in a joint statement that they were filing suit after Trump last week ordered them to be barred from the presidential complex.

Trump hat CNN, MS NOW und dem Portal Politico den Zugang zum White House verwehrt. Als Reaktion klagen die Sender, weitere protestieren nun, darunter auch Fox News.

21.09.2026 | 2:30 min

Trump stellt sich gegen richterliche Entscheidung

Trump wagt damit nicht nur eine Machtprobe mit den Medien, deren Berichterstattung ihm nicht genehm ist, sondern auch mit einem US-Richter. Dieser hatte per einstweiliger Verfügung angeordnet, dass CNN und dem Sender MS NOW sowie Journalisten der Website "Politico" zunächst wieder erlaubt werden muss, aus dem Weißen Haus zu berichten.

Trump hatte ihnen am Freitag vergangener Woche unter Verweis auf ihre Berichterstattung den Zugang versperren lassen. Nach der Entscheidung des Richters wurde der Zugang der drei Medien zum Weißen Haus wiederhergestellt. Kritiker sahen Trumps Vorgehen als Angriff auf die Pressefreiheit und als Einschüchterungsversuch an.

Moderatorin im Schaltgespräch mit ZDF-Korrespondent David Sauer

Nachdem US-Präsident Trump den Medienhäusern CNN, MS Now und Politico den Zugang zum Weißen Haus verwehrt hatte, gibt es nun Solidarität mit den betroffenen Sendern. David Sauer berichtet.

21.09.2026 | 1:00 min

CNN-Berichterstattung ohne Angabe von Gründen gestrichen

Heute wäre CNN an der Reihe gewesen, die TV-Berichterstattung über Trumps Reise nach Tennessee zu übernehmen. Das wurde jedoch ohne Angaben von Gründen gestrichen, wie CNN berichtete. Die anderen Sender nutzen normalerweise die Aufnahmen der jeweiligen Pool-Kameras. Für Samstag wird nun der Online-Sender Lindell TV des Trump-freundlichen Kissen-Unternehmers Mike Lindell als Vertretung des Pools aufgeführt.

Da sich die vier anderen Sender aus Solidarität mit CNN diese Woche zeitweise weigerten, Trumps Termine zu filmen, gab es weniger Videobilder als üblich - unter anderem vom Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping.

Wörtlich genommen hatte der Richter nur angeordnet, die Zugangspässe der drei Medien für das Weiße Haus wiederherzustellen, sagte der Rechtsexperte Eli Honig bei CNN. Man könne aber argumentieren, dass die Ausladung von CNN von der Reise als Berichterstatter des TV-Pools "den Geist" der richterlichen Anordnung verletze, gab er zu bedenken. Er gehe davon aus, dass sich CNN-Anwälte erneut an das Gericht wenden dürften.

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem ZDFheute live am 22.09.2026 ab 19:30 Uhr.

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