Nach überparteilicher Kritik:Trump: Doch keine Live-Übertragung von Hinrichtung
Kehrtwende nach massiver Kritik: Die Erschießung eines Attentäters in den USA soll, anders als angekündigt, doch nicht live übertragen werden. Das teilte Präsident Trump mit.
US-Präsident Trump ändert seine Meinung: Die Vollstreckung des Todesurteils gegen einen Attentäter soll doch nicht live übertragen werden.
Quelle: Alex Brandon / APDie geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Texas soll nun doch nicht per Livestream übertragen werden. Viele Menschen würden lieber nicht zusehen wollen, wie der Mann sterbe, begründete US-Präsident Donald Trump die Kehrtwende auf seiner Plattform Truth Social.
Eine öffentliche Übertragung hätte seiner Ansicht nach zwar eine starke abschreckende Wirkung haben können. Die Hinrichtung von Nidal Hasan, der 2009 ein Massaker auf einem Militärstützpunkt verübte, werde nun aber nicht im Internet gezeigt. Die engsten Angehörigen der Opfer dürften auf Wunsch persönlich dabei sein, erklärte Trump.
US-Präsident Trump hatte Anfang Oktober die Hinrichtung des Fort-Hood-Amokläufers Nidal Hasan genehmigt. Der frühere Militärpsychiater hatte 2009 in Texas 13 Menschen getötet und 30 weitere verletzt.
06.10.2026 | 0:30 minHasan soll am 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas von einem Erschießungskommando hingerichtet werden. Der ehemalige Militärpsychiater hatte dort 2009 bei einem Angriff 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. Er wurde 2013 zum Tode verurteilt.
Massive Kritik an Livestream-Plänen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte vergangene Woche zunächst verkündet, dass die Hinrichtung öffentlich stattfinden soll, und dann später bestätigt, dass es einen Livestream geben soll. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte er dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. "Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben", sagte Hegseth.
Das Vorhaben stieß parteiübergreifend auf scharfe Kritik. US-Vizepräsident JD Vance hatte Zweifel an den Plänen geäußert und gesagt, er werde sich eine mögliche Übertragung nicht ansehen. Kritiker warnten unter anderem davor, dass die Aufnahmen Terroristen als Propagandamaterial dienen könnten. Zugleich warfen die Pläne Fragen danach auf, wie man hätte verhindern können, dass beispielsweise Kinder die Hinrichtung verfolgten.
Im vergangenen Jahr wurden laut Amnesty International rund 2.700 Todesstrafen vollstreckt – ein Anstieg von 78 Prozent im Vergleich zu 2024 und so viele wie seit 44 Jahren nicht mehr.
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Sollte die Exekution tatsächlich durchgeführt werden, wäre es laut dem Death Penalty Information Center die erste Militärhinrichtung in den USA seit 65 Jahren - und die erste Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg.
Trump hatte Hasans Hinrichtung erst vor Kurzem genehmigt - wenige Tage nachdem im US-Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch gescheitert war. Der wegen Mordes verurteilten Christa Pike wurden nach Angaben der Behörden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht, doch sie lebte weiter. Der Fall hat die Debatte um die Todesstrafe in den USA neu entfacht.
Die gescheiterte Exekution der Mörderin Christa Pike im Bundesstaat Tennessee hat in den USA die Debatte über die Todesstrafe neu entfacht. ZDFheute live über den Fall und die Reaktionen.
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