Trump und Bukele: Was brachte der Deal mit El Salvador?

Bandenbosse nach El Salvador abgeschoben:Deal zwischen Trump und Bukele: Was er wem brachte

von Rebecca Ricker

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2025 schob die Regierung von US-Präsident Trump straffällige Ausländer nach El Salvador ab. Recherchen zeigen: Auf diese Weise wurden auch Bandenbosse der US-Justiz entzogen.

US-Präsident Donald Trump und der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, sitzen in Anzügen in hell gepolsterten schweren Sesseln vor einem mit goldenen Pokalen geschmückten Kamin im Weißen Haus und geben sich die Hand.

2025 handeln El Salvadors Präsident Nayib Bukele und Donald Trump einen Deal aus: El Salvador nimmt in seinem Megagefängnis CECOT Abschiebehäftlinge aus den USA auf. Was steckt dahinter?

24.09.2026 | 44:34 min

2025 machten US-Präsident Donald Trump und der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, einen Deal: Bukele würde straffällige Ausländer von den USA in seine Gefängnisse übernehmen, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit.

Lange war unklar, was Bukele von dem Deal hat. Investigative Recherchen zeigen nun: Trump half so dem Präsidenten von El Salvador, Korruption zu verschleiern, und vereitelte mit dem Deal die Verurteilung von Anführern der brutalen Bande MS-13 in den USA.

Nayib Bukele: Angeblich Hardliner gegen Bandenkriminalität

Bukele wurde 2019 zum Präsidenten von El Salvador gewählt. Die Kriminalität in dem mittelamerikanischen Land war damals extrem hoch: San Salvador galt als Mordhauptstadt der Welt.

Wahlsieger de la Espriella in gelbem Kolumbien Fußballtrikot. Als Hintergrund ist auf der linken Seite eine Karte von Südamerika zu sehen und auf seiner rechten Seite ein Bild von Donald Trump in einem dunkelblauen Anzug.

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22.06.2026 | 17:04 min

Bukele hatte im Wahlkampf einen harten Kurs gegen die Gangs angekündigt. Kaum war er Präsident, sank die Kriminalität von El Salvador deutlich.

Banden in den USA

Doch "Gangs wie MS-13 arbeiten nicht nur in El Salvador, sondern morden auch in den USA", sagt Daniel Brunner, ehemaliger Sonderermittler des FBI in der ZDFinfo-Doku "Die Akte Trump: Banden, Bosse & Bukele - Deal mit El Salvador": "MS-13 ist eine der brutalsten Gangs überhaupt." Brunners Aufgabe war es, die Anführer der Gangs ins Gefängnis zu bringen. Trump stellte sich hinter das Projekt.

Meine Regierung wird MS-13 zerschlagen, dezimieren und auslöschen. Nach und nach befreien wir unsere Städte.

US-Präsident Donald Trump

2023 hatten Brunner und seine Kollegen Erfolg: Sie spürten mehrere MS-13-Chefs in Mexiko auf.

Eine Collage, auf der im Vordergrund Donald Trump zu sehen ist und dahinter das Weiße Haus.

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Bukeles Absprachen mit den Bandenbossen

Schon 2020 fanden Investigativreporter aus El Salvador heraus: Entgegen seinem Versprechen machte Nayib Bukele Deals mit Bandenbossen. Seine Regierung half den Banden, Morde zu verschleiern. So ließ sich die Kriminalitätsrate künstlich niedrig halten. Die Banden erpressten dafür Stimmen für Bukele bei der Wahl.

Sehen Sie die Doku "Die Akte Trump: Banden, Bosse & Bukele - Deal mit El Salvador" am 24. September ab 21:45 Uhr bei ZDFinfo oder jederzeit im ZDF-Streaming-Portal.


Was war der Hintergrund des Deals?

2025 besuchte der US-Außenminister Marco Rubio El Salvador. Da machte ihm Nayib Bukele das Angebot, sagte Rubio: "Er ist bereit, alle straffällig gewordenen illegalen Einwanderer, die wir abschieben, in seinen Gefängnissen unterzubringen." Für Trump war das attraktiv: Illegale Ausländer abzuschieben war eines seiner wichtigsten Wahlversprechen.

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Was ist beim Deal mit Nayib Bukele passiert?

Investigativrecherchen von ProPublica zeigen: Bukele wollte im Ausgleich Bandenbosse ausgeliefert bekommen. So wollte er wohl seine früheren Deals mit den Banden verschleiern.

Bukele will die Bandenbosse zurückholen, damit sie nicht vor Gericht aussagen und ihn mit MS-13 in Verbindung bringen können.

Carlos Martinez, Investigativjournalist aus El Salvador, der die Absprachen von Bukele mit den Banden aufdeckte

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Auch MS-13-Mitglied Greñas nach El Salvador abgeschoben

Trump akzeptierte den Deal: Im März 2025 landeten drei Flugzeuge mit 200 Abschiebehäftlingen aus den USA in El Salvador. Unter ihnen war auch César Humberto López Larios, alias Greñas.

Greñas gehört zur Führungsriege von MS-13. Seine Festnahme wurde 2024 noch als großer Erfolg gefeiert. Bei der Abschiebung stellte das US-Justizministerium das Verfahren gegen ihn ein. Die Begründung: sensible außenpolitische Erwägungen.

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Was wusste die US-Regierung?

Die Task-Force des ehemaligen FBI-Ermittlers Daniel Brunner veröffentlichte 2023 eine Anklageschrift, in der die Deals von Bukele und MS-13 beschrieben wurden. Festgenommene MS-13-Bosse bestätigten den US-Behörden die Absprachen. Trump wusste also davon.

Er nahm in Kauf, dass die Bandenbosse nicht mehr vor US-Gerichten zur Verantwortung gezogen werden konnten. Gleichzeitig half er auf diese Weise dem korrupten Präsidenten El Salvadors, seine Absprachen zu verschleiern.

Inzwischen wurden die Abschiebungen vorerst ausgesetzt. Ob weitere MS-13-Chefs nach El Salvador geflogen werden, ist noch offen.

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Über dieses Thema berichtet die Sendung "Die Akte Trump: Banden, Bosse & Bukele - Deal mit El Salvador", online verfügbar am 24.09.2026 um 5 Uhr, in ZDFinfo am 24.09.2026 ab 21:45 Uhr.

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