Iran will Straße von Hormus öffnen - Trump schiebt Ultimatum auf

Iran will Straße von Hormus öffnen:USA und Iran einigen sich auf zweiwöchige Feuerpause

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Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus angekündigt. Zuvor hatte US-Präsident Trump erklärt, die Angriffe auf Iran für zwei Wochen auszusetzen.

Menschen versammeln sich auf einem Platz in Teheran nach der Verkündung der Feuerpause mit den USA.

Zwei Wochen soll die Feuerpause zwischen den USA und Iran zunächst dauern. Trotzdem gibt es weiter Angriffe in der Region.

08.04.2026 | 2:14 min

Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor verkündet, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf Iran zu verzichten, wenn Teheran die Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

USA: 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von seinen ultimativ angedrohten Angriffen auf Irans Stromkraftwerke und andere Infrastruktur abzusehen, schrieb der Republikaner weiter. Man habe einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass dieser eine "praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet." Laut der "New York Times" geht es bei den zehn Punkten darum, sämtliche gegen den Iran verhängten Sanktionen für Iran aufzuheben.

Die ZDF-Korrespondenten Phoebe Gaa, Elmar Theveßen und Thomas Reichart

Iran und die USA haben eine vorübergehende Waffenruhe vereinbart. Die ZDF-Korrespondenten Phoebe Gaa, Elmar Theveßen und Thomas Reichart erläutern die Hintergründe.

08.04.2026 | 4:09 min

Pakistan: Waffenruhe greift mit sofortiger Wirkung

Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran. Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Iran und die USA sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X

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Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts aushandeln sollen. Beide Seiten hätten in den Gesprächen "bemerkenswerte Weisheit und Verständnis" bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt.

Trump drohte mit Angriffen auf Energiesektor

Trump hatte zuvor damit gedroht, den iranischen Energiesektor sowie die Infrastruktur wie Brücken anzugreifen, sollte die Führung des Landes keinem Abkommen zustimmen oder die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge öffnen.

Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2:00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt.

Unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran "der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierung und den Angriff auf Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen", schrieb Trump.

SGS Sauer und Wiesel-Lancé

ZDF-Korrespondent David Sauer ordnet die Lage vor der Verschiebung des Ultimatums ein.

08.04.2026 | 2:40 min

Israel meldet neue Raketen aus Iran

Wenige Minuten nach der Verkündung des zweiwöchigen Aufschubs meldete die israelische Armee neue Raketenangriffe aus Iran. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, erklärte die Armee am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram. In Jerusalem und im von Israel besetzten Westjordanland waren Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge Explosionen zu hören.

Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch "nicht den Libanon", erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.

Quelle: dpa, AFP, Reuters
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, darunter heute Xpress am 08.04.2026 ab 09:00 Uhr und heute journal update am 08.04.2026 ab 00:30 Uhr.

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