Trump: Ultimatum aufgeschoben:Iran will Straße von Hormus öffnen
Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus angekündigt. Zuvor hatte US-Präsident Trump erklärt, die Angriffe auf Iran für zwei Wochen auszusetzen.
Bereits dreimal hatte Präsident Trump Iran ein Ultimatum auferlegt.
Quelle: laifIrans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor verkündet, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf Iran zu verzichten, wenn Teheran die Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von seinen ultimativ angedrohten Angriffen auf Irans Stromkraftwerke und andere Infrastruktur abzusehen, schrieb der Republikaner weiter.
Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran.
Trump drohte mit Angriffen auf Energiesektor
Trump hatte zuvor damit gedroht, den iranischen Energiesektor sowie die Infrastruktur wie Brücken anzugreifen, sollte die Führung des Landes keinem Abkommen zustimmen oder die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge öffnen.
Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2:00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt.
Unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran "der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen", schrieb Trump.
ZDF-Korrespondent David Sauer ordnet die Lage vor der Verschiebung des Ultimatums ein.
08.04.2026 | 2:40 minTrump verschob mehrmals Ultimatum
Der US-Präsident hatte Teheran bereits dreimal ein Ultimatum auferlegt und dieses jedes Mal wieder verschoben. Bei seiner neuesten Ankündigung vermied Trump diesmal eine konkrete Frist für eine Einigung mit Iran.
Er schrieb lediglich: "Ein Zeitraum von zwei Wochen wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig zu formulieren und abzuschließen."
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