Libyen-Affäre: Sarkozy beteuert im Berufungsverfahren Unschuld

Berufungsverfahren:Libyen-Affäre: Sarkozy beteuert Unschuld

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Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wurde im vergangenen Jahr in der Libyen-Affäre verurteilt. Im Berufungsverfahren wehrt er sich nun erneut: "Ich bin unschuldig."

07.04.2026, Frankreich, Paris: Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy trifft vor dem Berufungsgericht in Paris ein, um in seinem Prozess gegen eine Verurteilung wegen illegaler Wahlkampfgelder aus Libyen auszusagen.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy hat im Berufungsverfahren um illegale Wahlkampffinanzierung aus Libyen erneut seine Unschuld beteuert – er wurde im September 2025 zu fünf Jahren Haft verurteilt.

07.04.2026 | 0:33 min

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Nicolas Sarkozy erneut seine Unschuld beteuert. Zu Beginn seiner Anhörung vor Gericht sagte Frankreichs Ex-Präsident:

Es ist die Wahrheit: In meinem Wahlkampf gab es keinen Cent libyschen Geldes.

Nicolas Sarkozy, Frankreichs Ex-Präsident

Sarkozy bestritt auch, sich für eine Begnadigung des libyschen Vize-Geheimdienstchefs Abdallah Senoussi eingesetzt zu haben.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatten enge Vertraute Sarkozys in dessen Zeit als Innenminister Kontakt zu Senoussi gehabt, um mit diesem über eine Finanzierung von Sarkozys Präsidentschaftswahlkampf zu verhandeln.

Sarkozy vor Gericht: "Ich bin unschuldig"

Der Schwager des libyschen Diktators Muammar Gaddafi war von einem französischen Gericht wegen eines Bombenanschlags auf ein Flugzeug in Abwesenheit zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Bei dem Anschlag über dem Niger waren 170 Menschen getötet worden, unter ihnen 54 Franzosen.

Nicolas Sarkozy bei einer Veranstaltung.

Im Prozess um angebliche Wahlkampfgelder aus Libyen im Jahr 2007 ist Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy teilweise schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß beläuft sich auf fünf Jahre Haft.

25.09.2025 | 1:57 min

Mehrere Angehörige der Opfer hatten den Angeklagten in dem Berufungsverfahren "Lügen" und "Leugnung von Tatsachen" vorgeworfen. Neben Sarkozy sind neun weitere Männer angeklagt, unter ihnen mehrere seiner engen Vertrauten.

Sarkozy wandte sich direkt an die Angehörigen der Opfer und sprach ihnen sein Mitgefühl aus. "Ich wäre ebenso wütend und voller Trauer", sagte er. Sarkozy, der in Begleitung seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy vor Gericht erschienen war, ergänzte:

Ein solches Leid lässt sich nicht durch eine Ungerechtigkeit reparieren: Ich bin unschuldig.

Nicolas Sarkozy, Ex-Präsident von Frankreich

Sarkozy guckt ernst in die Kamera

Wegen illegaler Wahlkampffinanzierung ist Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy zum zweiten Mal rechtskräftig verurteilt worden. Ein Berufungsgericht wies die Revision zurück.

26.11.2025 | 0:38 min

Sarkozy in der Vergangenheit zu Fußfessel und Haftstrafe verurteilt

Der konservative Politiker war in erster Instanz 2025 wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft mit sofortiger Vollstreckung verurteilt worden. Nach drei Wochen im Gefängnis wurde er Anfang November vorzeitig entlassen. Drei Wochen später veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Journal eines Häftlings" über seinen Kurzaufenthalt im Pariser Gefängnis La Santé, in dem er sich als Justizopfer darstellte.

Sarkozy war zudem in zwei anderen Affären rechtskräftig verurteilt worden: Im Dezember 2024 wurde er wegen versuchter Richterbestechung zu einem Jahr Freiheitsstrafe in Form einer elektronischen Fußfessel verurteilt. Aus Altersgründen bekam er diese nach drei Monaten wieder abgenommen.

Wegen überzogener Wahlkampfkosten 2012 wurde er im Dezember 2025 erneut zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt, davon ein halbes Jahr auf Bewährung. Ein Termin für das Anlegen der Fußfessel steht noch aus. Sarkozy beteuerte in allen Verfahren seine Unschuld.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beteuert Unschuld" am 07.04.2026 um 15 Uhr.

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