Sturzflut in Nepal: Zahl der Toten steigt weiter an

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Sturzflut im Himalaya:Aktuelle Lage in Nepal weiter unübersichtlich

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Nach der Sturzflut in Nepal steigt die Zahl der Vermissten und Toten kontinuierlich. Vielerorts sind Gebiete völlig abgeschnitten. Behörden warnen vor weiteren Sturzfluten.

Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das heute journal am 27.08.2026 ab 21:45 Uhr sowie die heute-Nachrichten am 27.08.2026 ab 19 und 17 Uhr.
Wichtige Meldungen

In eigener Sache

Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Liveblog. Auch morgen werden wir Sie zur Sturzflut in Nepal auf dem Laufenden halten. Verfolgen Sie die Entwicklungen des Freitag hier live im Blog.


Überlebender: "Es ist ein riesiger Friedhof"

Überlebende berichteten von dramatischen Szenen. "Alles ist vorbei", sagt der Zollbeamte Omkar Joshi, der per Hubschrauber aus der überschwemmten Stadt Timure gerettet wurde. Die ganze Stadt sei von der Sturzflut aus Schlamm, Geröll und Wasser vernichtet worden, "90 Prozent" der Bewohner seien tot, sagte der 35-Jährige nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist ein riesiger Friedhof. Nur Sand und blutbeschmierte Kiesel sind noch übrig."


Hilfsorganisation: "Arbeiten noch an der Vorbereitung, aber sind noch nicht da"

Hilfsorganisationen seien noch nicht ins Krisengebiet vorgedrungen. Polizei und Militär seien bereits im Einsatz, sagt Thomas Meier von „humedica“. 

Videoplayer
27.08.2026 | 3:28 min

Bundespräsident Steinmeier kondoliert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekundet den Hinterbliebenen sein Beileid. "Die Bilder der verheerenden Sturzfluten in Nepal und China bestürzen mich zutiefst", erklärt er. Deutschland stehe bereit, "in dieser schweren Stunde zu unterstützen". 


Washington: 90 US-Bürger vermisst

Das Außenministerium in Washington erklärt, nach der Sturzflut würden 90 US-Staatsangehörige vermisst. Der Verbleib dieser Bürgerinnen und Bürger sei nach den Überschwemmungen in Nepal ungeklärt. "Wir überprüfen derzeit die Situation von 90 US-Bürgern, die möglicherweise von der Überschwemmung betroffen sind und derzeit als vermisst gelten", so das Ministerium.


Sturzflut hinterlässt Spur der Verwüstung

Menschen gehen durch das von der Sturzflut zerstörte Devighat im nepalesischen Distrikt Nuwakot. Die Region zählt zu den am schwersten betroffenen Gebieten der Katastrophe.

Quelle: AP Photo/Niranjan Shrestha

Drohnen erkunden Ausmaß der Zerstörung

Die nepalesischen Behörden setzen nach Angaben von Nepals Premierminister Balen Shah Drohnen und Erkundungsteams ein, um das Ausmaß der Schäden in den Flutgebieten besser zu erfassen. Dabei sollen unter anderem abgeschnittene Orte, blockierte Straßen und schwer erreichbare Gebiete identifiziert werden, um Rettungs- und Hilfsmaßnahmen gezielter zu koordinieren. Zugleich rief die Regierung die Menschen entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli zu besonderer Wachsamkeit auf. Der Wasserstand beider Flüsse sei weiterhin erhöht.


Wichtige Meldung

Trump nennt Sturzflut "brutal": "Niemand hat so etwas je gesehen"

US-Präsident Donald Trump hat die Sturzflut im Himalaya als "schrecklich" und "brutal" bezeichnet. Im Weißen Haus sagte er, ein solches Ausmaß an Zerstörung habe er noch nie gesehen. Selbst gut gebaute Häuser seien von den Wassermassen "wie Zahnstocher" fortgerissen worden, sagte Trump. Das geht aus einem Blogpost des amerikanischen Fernsehsenders CNN hervor.
Zugleich sicherte Trump Nepal weitere Unterstützung zu. Die USA hätten der nepalesischen Führung jede notwendige Hilfe angeboten. Zudem äußerte er sich besorgt über US-Bürger in der Region, von denen noch keine vollständige Übersicht vorliege.

Satellitenaufnahmen: So verändert die Sturzflut die Region

Ein aktuelles Satellitenbild der Regionen Timure und Thuman entlang des Flusses Trishuli macht das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Auf der Aufnahme sind weiträumige Schutt- und Schlammflächen zu erkennen, nachdem die Sturzflut ganze Landstriche verwüstet hat.
Der Fluss Trishuli nach der Sturzflut: Das Satellitenbild zeigt die Schneise der Zerstörung in Nepal.
Die Satellitenaufnahme vom 23. August zeigt den Trishuli-Fluss bei Chappthoke in Nepal noch vor der verheerenden Sturzflut. Wenige Tage später verwüsten Wassermassen, Schlamm und Geröll die Region an der Grenze zu Tibet und reißen Dörfer und Infrastruktur mit sich.

Ein aktuelles Satellitenbild der Regionen Timure und Thuman entlang des Flusses Trishuli macht das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Auf der Aufnahme sind weiträumige Schutt- und Schlammflächen zu erkennen, nachdem die Sturzflut ganze Landstriche verwüstet hat.

Quelle: AFP PHOTO/2026 PLANET LABS PBC

Shah: Stromversorgung und Treibstoff sollen gesichert werden

Nach Angaben von Nepals Premierminister Balen Shah arbeiten die Behörden daran, beschädigte Kraftwerks- und Stromanlagen wiederherzustellen. Vorrang hätten dabei Einrichtungen, die die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen direkt unterstützen.
Zugleich sollen Treibstoffengpässe in den betroffenen Gebieten verhindert werden. Shah zufolge wurden zusätzliche Lieferungen von Diesel, Benzin und Flugbenzin in die Region gebracht. Die Versorgung von Rettungskräften und Hilfsflügen solle damit gesichert werden.


Kostenlose Mobilfunkdienste für Betroffene in Nepal

Nach Angaben von Nepals Premierminister Balen Shah wird daran gearbeitet, die Telekommunikation in den Flutgebieten wieder herzustellen. Mindestens 70 Mobilfunkstandorte seien ausgefallen, schreibt er auf Facebook. Technikerteams, Generatoren und Batterien werden per Hubschrauber in die betroffenen Regionen gebracht. Für Betroffene stellen die Mobilfunkanbieter zudem kostenlose Kommunikationsdienste bereit, so Shah.


Flutkatastrophe wird Bewährungsprobe für Nepals neue Regierung

Die Sturzflut wird zur ersten großen Bewährungsprobe für die erst fünf Monate alte Regierung des Premierministers Balen Shah. Während die Rettungsarbeiten weiterlaufen, steht die Regierung vor der Aufgabe, Hilfe für die betroffenen Regionen zu koordinieren und die Folgen der Katastrophe zu bewältigen. Das Land kann dabei auf Erfahrungen aus früheren Naturkatastrophen zurückgreifen, etwa dem schweren Erdbeben von 2015.


Nepals Premier: "Oberste Priorität ist es, Leben zu retten"

Nepals Premierminister Balen Shah erklärt nach einem Besuch im besonders schwer betroffenen Distrikt Nuwakot, die Lage sei weiterhin angespannt. Alle staatlichen Stellen arbeiten mit voller Kapazität, erklärt er in einem Facebook-Post. Die oberste Priorität sei es, Menschenleben zu retten, Vermisste zu finden, Verletzte zu versorgen und betroffene Familien mit Soforthilfe zu unterstützen.

Die Umsiedlung gestrandeter Bürger und Sicherheitskräfte aus den betroffenen Gebieten, darunter Rasuwa, Nuwakot und Dhading, in sicherere Orte sei im Gange, schreibt Shah. Für rund 3.500 Menschen wurden demnach Notunterkünfte in Schulen und öffentlichen Gebäuden eingerichtet.


Wichtige Meldung

Behörden: Tote werden noch 100 Kilometer flussabwärts gefunden

Die Sturzflut fordert auch weit entfernt vom eigentlichen Katastrophengebiet weitere Opfer. Nach Angaben des Verwaltungschefs des Distrikts Chitwan, Ganesh Aryal, wurden dort bereits 103 Leichen aus dem Flusssystem geborgen. Die Region liegt rund 100 Kilometer von der besonders schwer betroffenen Gegend um Trishuli entfernt.
Da die örtlichen Krankenhäuser nicht alle Toten aufnehmen können, richten die Behörden Zelte ein. Dort sollen Angehörige die Opfer identifizieren können.

Chinas Luftfahrt unterstützt Rettungseinsatz

Auch die chinesischen Luftfahrtbehörden beteiligen sich an den Hilfsmaßnahmen im Katastrophengebiet. Bis Donnerstagnachmittag wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua 324 Rettungskräfte sowie 24 Tonnen Ausrüstung, Hilfsgüter und medizinisches Material in die betroffene Region gebracht.


Tourismusunternehmer: "Alles ist nur noch flach"

Nach einem Hubschrauberflug über das Katastrophengebiet zeichnet Tourismusunternehmer Sagar Pandey ein verheerendes Bild. Von Siedlungen sei nichts mehr übrig, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Er befürchtet, dass Menschen in Hotels, Restaurants oder Fahrzeugen kaum eine Überlebenschance hatten.


Wichtige Meldung

China: Einwohner und Touristen nach Sturzflut in Sicherheit

China hat nach der katastrophalen Sturzflut an der Grenze zu Nepal laut eigenen Angaben alle betroffenen Touristen aus der betroffenen Region auf der chinesischen Seite. Unter Berufung auf die lokalen Behörden in Tibet war von 555 Menschen die Rede, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zudem seien insgesamt 499 Einwohner und Bauarbeiter in anderen Quartieren untergebracht worden, hieß es weiter.  

Während die Polizei in Nepal dort bislang 389 Todesopfer als Folge der Katastrophe bestätigt hat, sind es in China auch laut jüngsten Angaben weiterhin drei Tote. Dort hatte die Flut unter anderem den Grenzübergang Gyirong und den dortigen Hafen schwer getroffen. 

Nepals Innenminister setzt Fokus auf Vermisstensuche

Die Suche nach Überlebenden bleibt nach Angaben von Nepals Innenminister Sudhan Gurung die oberste Priorität. Rettungsteams hätten in der besonders schwer betroffenen Region um Trishuli rund 100 zuvor vermisste indische Besucher, darunter viele Pilger, sowie 25 chinesische Arbeiter ausfindig gemacht. Zugleich suchen Einsatzkräfte weiter nach Hunderten Vermissten im Katastrophengebiet.


China: Li drängt auf rasche Hilfsmaßnahmen

Chinas Ministerpräsident Li Qiang fordert nach seinem Besuch im Katastrophengebiet schnelle Hilfe für die Betroffenen und den Wiederaufbau der Region. Die Behörden müssten Rettungs- und Hilfsmaßnahmen weiter beschleunigen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.


Unicef: Mindestens 17.000 Kinder von Flut betroffen

Nach Angaben von UNICEF sind mindestens 17.000 Kinder von der Sturzflut in den nepalesischen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading betroffen. Die UN-Organisation weitet gemeinsam mit Partnern die Nothilfe aus.

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Quelle: ZDF, dpa, AFP, Reuters, AP
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das heute journal am 27.08.2026 ab 21:45 Uhr sowie die heute-Nachrichten am 27.08.2026 ab 19 und 17 Uhr.

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