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Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Liveblog. Zu weiteren Entwicklungen nach den Sturzfluten in Nepal und Tibet halten wir Sie auf www.zdfheute.de auf dem Laufenden.
Nach der Sturzflut in Nepal und Tibet steigt die Zahl der Toten und Vermissten. Neue Hoffnung gibt es für Arbeiter, die in einem Tunnel festsitzen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
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Nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal und Tibet erschwert die Gefahr weiterer Fluten die Rettungsarbeiten. Viele Gebiete sind weiterhin kaum zu erreichen.
Die kanadische Regierung hat angekündigt, die Nothilfe in Nepal mit fünf Millionen kanadischen Dollar (rund 3,1 Millionen Euro) zu unterstützen. Sie seien für Nahrungsmittel, Unterkünfte, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung vorgesehen, die von den Vereinten Nationen, dem Roten Kreuz und kanadischen Nichtregierungsorganisationen bereitgestellt würden.
Die chinesischen Behörden haben bislang sieben Tote und 554 Vermisste in Tibet gemeldet. Demnach wurden mehr als 1.000 Menschen aus Tibet in Sicherheit gebracht. Nach indischen Behördenangaben wurden in Indien sieben Leichen aus Flüssen gezogen.
Die Vereinten Nationen und ihre Partnerorganisationen stocken nach den Angaben von UN-Sprecher Stephane Dujarric die Hilfslieferungen auf. Schätzungsweise 20.000 Haushalte würden Nahrungsmittel und 50.000 Trinkwasser benötigen, sagt er.
Das Auswärtige Amt hat erklärt, dass nach Erkenntnissen der Bundesregierung eine hohe einstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger vermisst werde. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte es aus dem Ministerium geheißen, dass eine niedrige zweistellige Zahl von Deutschen nach der Sturzflut vermisst werde. Eine vierköpfige Familie war in Sicherheit gebracht worden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat an den Ministerpräsidenten von Nepal, Balendra Shah telegrafiert, um dem nepalesischen Volk sein Mitgefühl und seine Betroffenheit auszusprechen. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Menschen, die durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren haben. Den Verletzten wünsche ich eine rasche und vollständige Genesung", schreibt Merz. In einem zweiten Schreiben an Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping drückt Merz ebenfalls seine große Bestürzung angesichts des Ausmaßes des Unglücks aus.
Großbritannien entsendet nach Angaben des Außenministeriums ein Krisenteam nach Nepal. Das sogenannte Rapid Response Team soll britische Staatsbürger unterstützen, die von der verheerenden Sturzflut im Himalaya betroffen sind.
Tag drei nach der Sturzflut: Im Grenzgebiet zwischen Nepal und China wird weiter nach Vermissten gesucht. Die Zahl der Todesopfer, aber auch die der geretteten Menschen steigt. Während die Nothilfe anläuft, gibt es eine neue Warnung vor einer Sturzflut. Die Tageszusammenfassung in zwei Minuten.
Die Rettungsarbeiten an der Baustelle eines Wasserkraftwerks, wo noch über hundert Menschen in einem Tunnel ausharren, gestalten sich schwierig. Hilfe kommt nun aus Indien: Ein erfahrenes Team aus Tunnelrettern ist nach Angaben des indischen Außenministers Subrahmanyam Jaishankar an Bord eines Fliegers mit Hilfsgütern auf dem Weg ins Katastrophengebiet.
Indische Einsatzkräfte hatten 2023 nach einer 17-tägigen Rettungsaktion 41 Arbeiter aus einem eingestürzten Himalaya-Tunnel befreit.
Die EU sagt Nepal zwei Millionen Euro Soforthilfe zu. Damit solle "lebensrettende Hilfe für die am stärksten betroffenen Familien und Gemeinschaften" finanziert werden, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Onlinedienst X.
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In Nepal sind nach Angaben der Behörden bisher 4.451 Menschen gerettet worden, darunter 129 Ausländer. Die Zahl der Todesopfer stieg am Abend weiter, auf 579. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion zwischen China und Nepal inzwischen 1.924 Menschen - fast doppelt so viele wie zuvor angegeben. Darunter seien 517 Ausländer.
Auf chinesischer Seite in Tibet wurden bislang 5 Tote und 558 Vermisste gemeldet.
Zerstörte Infrastruktur und Monsunregen erschweren nach den Worten von Thomas Meier, Nothilfe-Koordinator der Hilfsorganisation Humedica Nepal, die humanitäre Hilfe. Die Menschen bräuchten dringend ein Dach über dem Kopf, sauberes Wasser und Verpflegung, sagt er bei ZDFheute live. Es habe zwei Tage gedauert, sich einen Überblick zu verschaffen und die Hilfe zu planen. Seit heute gebe es erste Hilfslieferungen per Lkw in das Gebiet.
Da zahlreiche Straßen zerstört und über 80 Brücken weggespült worden seien, so Meier, sei es "unheimlich schwer, in das Gebiet zu kommen". Insbesondere die Grenzregion zu Tibet sei fast nur mit dem Hubschrauber zugänglich. Der Monsunregen erschwere das Fliegen jedoch.
Im Minutentakt landeten heute Hubschrauber in einer Militärbasis am Rande der betroffenen Region, wie ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer berichtet. Einerseits brachten sie Zelte und Nahrungsmittel in die Region, vor allem aber flogen sie viele gerettete Menschen aus. Das habe zu schönen, aber auch sehr traurigen Momenten geführt, wenn etwa Überlebende und Angehörige aufeinandergetroffen seien, schildert Steimer bei heute live. Die vierköpfige Familie aus Deutschland, die ebenfalls dort angekommen sei, scheine unverletzt geblieben zu sein.

Die Angst der Menschen vor noch einer Flutwelle sei groß, berichtet ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer bei heute live aus Nepal. Am Abend (Ortszeit) sei das zwischenzeitlich geräumte Flussufer wieder freigegeben worden. Zuvor war Wasser aus einem aufgestauten See auf der tibetischen Seite übergetreten, die Situation sei allerdings glimpflich ausgegangen, so Steimer. "Sollte das Geröll, der Damm, brechen, dann haben natürlich die Behörden und alle, die dort leben, Angst, dass so etwas Schlimmes nochmal passiert", sagt sie. Der Höchststand des Zulaufs werde Experten zufolge erst am Dienstag erreicht.
Der heutige Tag habe jedoch gezeigt, dass die Kommunikation und die Warnungen zwischen den chinesischen und nepalesischen Behörden anders als noch am Mittwoch funktioniert hätten.

Nach der Flutkatastrophe im Gebiet zwischen Nepal und China wurden die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen – aus Sorge vor einer zweiten Sturzflut. ZDFheute live zur aktuellen Lage vor Ort.
In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu bereiten Freiwillige den Transport von Hilfsgütern in die betroffene Region vor.


Trinkwasser und Grundnahrungsmittel wie Reis werden sortiert und gestapelt.
Quelle: Hari Maharjan/Xinhua/ABACAPRESS/ddp imagesKnapp 1.000 Menschen gelten laut dem Katastrophenschutz in Nepal noch als vermisst, in der Region Tibet melden die Behörden weitere mehr als 500 Vermisste. Viele von ihnen stammen aus dem Ausland, so meldete das indische Außenministerium, der Verbleib von 320 Bürgern sei ungeklärt. 73 von ihnen hätten an einem Kraftwerksprojekt mitgearbeitet.
Das US-Außenministerium sprach von 90 Vermissten Amerikanerinnen und Amerikanern in Nepal und China. Auch 51 Menschen aus Malaysia und 55 aus der Ukraine gelten als vermisst. Weitere Vermisstenmeldungen kamen unter anderem aus Australien, Großbritannien, Kanada, Südkorea und Singapur. Acht Vermisste stammen nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde aus Deutschland. Das Auswärtige Amt spricht von einer "niedrigen zweistelligen" Zahl.
In Tibet ist es rund 20 Einsatzkräften gelungen, in das am schlimmsten betroffene Gebiet um Gyirong vorzudringen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Dort wollten sie nach hunderten Vermissten suchen.
Die nepalesische Armee bemüht sich währenddessen weiter um die Rettung der Menschen, die am Fluss Trishuli in einem Tunnel einer Stausee-Baustelle festsitzen. Das Büro des nepalesischen Regierungschefs erklärte, ein Armee-Team habe unter schwierigsten Bedingungen vorerst 350 Arbeiter und Bewohner gerettet.


Rettungskräfte der chinesischen Armee transportieren aufblasbare Rettungsboote in das betroffene Gebiet in Gyirong in Tibet.
Quelle: Zheng Chongxi/Xinhua/ABACAPRESS/ddp images