USA fordern geordneten Regierungswechsel nach Wahl in Kolumbien

Nach Präsidentenwahl:USA fordern geordneten Regierungswechsel in Kolumbien

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Die USA und mehrere verbündete Staaten fordern einen verfassungsgemäßen Machtwechsel in Kolumbien. Die scheidende linke Regierung hatte den Wahlausgang infrage gestellt.

Der gewählte Präsident Kolumbiens Abelardo de la Espriella

Der gewählte kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella.

Quelle: AP

Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden nach der Präsidentenwahl zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. "Wir richten einen nachdrücklichen Appell an alle kolumbianischen Behörden, in strikter Übereinstimmung mit der Verfassung, dem Gesetz und den demokratischen Grundsätzen zu handeln", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA unter anderem Argentinien, Ecuador, El Salvador sowie weitere Staaten in Lateinamerika und der Karibik, die US-Präsident Donald Trump politisch nahestehen.

Der Präsidentschaftskandidat Abelardo de la Espriella von der oppositionellen Bewegung „Defenders of the Motherland“ spricht bei einer Siegesfeier in Barranquilla, Kolumbien.

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien liegt Rechtsaußen-Kandidat de la Espriella nach Auszählung fast aller Stimmen vorne. Er erreichte etwa einen Prozentpunkt mehr als sein Gegenkandidat.

22.06.2026 | 0:23 min

Unterzeichner pochen auf Anerkennung des Wahlergebnisses

Mit "großer Sorge" beobachteten die Regierungen demnach jüngste Äußerungen und Handlungen, die ohne ausreichende Belege Zweifel an der Integrität des Wahlprozesses in Kolumbien säten und Unsicherheit über den institutionellen Übergang erzeugten.

Der Regierungswechsel stellt kein politisches Zugeständnis dar, sondern ist eine verfassungsmäßige und institutionelle Pflicht.

Erklärung der Staaten

Zugleich betonten die Unterzeichner, nur der von den zuständigen Wahlbehörden offiziell festgestellte Wählerwille verleihe staatlicher Macht demokratische Legitimität. Versuche, das offiziell verkündete Wahlergebnis oder den Übergangsprozess zu delegitimieren oder zu behindern, wiesen sie zurück.

Wahlsieger de la Espriella in gelbem Kolumbien Fußballtrikot. Als Hintergrund ist auf der linken Seite eine Karte von Südamerika zu sehen und auf seiner rechten Seite ein Bild von Donald Trump in einem dunkelblauen Anzug.

Der von Trump unterstützte Hardliner de la Espriella führte nach der Stichwahl in Kolumbien. Auch andere Länder rückten nach rechts und an die Seite des US-Präsidenten – ZDFheute live ordnet ein.

22.06.2026 | 17:04 min

Scheidender Präsident Petro erkannte Wahlsieg nicht an

Hintergrund ist der Streit um den Regierungswechsel in Kolumbien. Der gewählte Präsident Abelardo de la Espriella hatte den formellen Übergangsprozess ausgesetzt, nachdem die scheidende linke Regierung unter Präsident Gustavo Petro den Wahlausgang wegen angeblichen Wahlbetrugs infrage gestellt hatte.

Petro kündigte später zwar an, die Macht am 6. August zu übergeben, erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers aber weiterhin nicht an. De la Espriella wirft dem Regierungslager einen Putschversuch vor.

Bei der Präsidentenwahl kam der von Trump unterstützte Kandidat auf rund 49,6 Prozent der Stimmen, der linke Regierungskandidat Iván Cepeda auf rund 48,7 Prozent. Petro selbst durfte nicht mehr antreten, weil die Wiederwahl des Präsidenten in der Verfassung untersagt ist.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete heuteXpress in dem Beitrag "Kolumbien: Rechtsaußen-Kandidat liegt vorne" am 22.06.2026 um 09:01 Uhr.

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