USA dementieren:Neue US-Attacke: Iran erklärt Straße von Hormus für gesperrt
Die USA haben Iran erneut angegriffen. Kurz darauf heißt es, dass jedes Schiff, das die Straße von Hormus passieren will, von Iran attackiert werde.
Iran erklärt, dass sämtlichen Schiffen, einschließlich Öltankern und Frachtern, nun die Passage durch die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge untersagt sei.
Quelle: dpaDas iranische Militär hat die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.
Das US-Militär dementierte die angebliche Komplettsperrung bereits. "Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und wieder heraus", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.
Im Konflikt der USA und Israel mit Iran gebe es Interessenkonflikte zwischen Washington und Tel Aviv, so die Analyse der ZDF-Korrespondenten aus Teheran, Tel Aviv und Washington.
08.06.2026 | 3:58 minRundfunk im Iran: Zwei Schiffe beschossen
Offiziell begründete das militärische Hauptquartier der Islamischen Republik die Maßnahme mit der "veränderten Sicherheitslage" nach den US-Angriffen. Sämtlichen Schiffen, einschließlich Öltankern und Frachtern, sei nun die Passage durch die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge untersagt. Kurz darauf berichtete der staatliche Rundfunk bereits, dass zwei Schiffe beschossen worden seien.
Zuvor hatte US-Militär nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump erneut mit Angriffen auf mehrere Ziele in Iran begonnen.
Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans.
Centcom, das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando, auf der Plattform X
Die neuesten Maßnahmen hätten um 17:15 Uhr US-Ostküstenzeit (23:15 Uhr deutscher Zeit) begonnen. Centcom bezeichnete diese als "Selbstverteidigungsschläge". Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe für "heute" angekündigt.
X-Beitrag von Centcom
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Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers haben die USA Ziele im Iran angegriffen. Teheran meldet daraufhin Attacken auf US-Stützpunkte, während Präsident Trump mit weiteren Militärschlägen droht.
10.06.2026 | 1:27 minMedien berichten von Explosionen
Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen.
Explosionen gab es Medienberichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas. Aus anderen Landesteilen gab es unbestätigte Berichte über Aktivität der Flugabwehr.
Nach Trump hatte auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Iran mit bevorstehenden neuen Angriffen gedroht. Angesichts der Waffenruhe sagte Hegseth, dass es bei den angekündigten Angriffen nicht darum gehe, wieder mit dem Krieg anzufangen. Stattdessen wolle man dadurch die Bedingungen für eine Vereinbarung festlegen.
Die USA haben mit Vergeltungsschlägen auf den Abschuss eines US-Hubschraubers reagiert. Iran griff im Gegenzug einen US-Stützpunkt in Bahrain an und drohte mit weiteren Schlägen.
10.06.2026 | 0:10 minAngriffe auch in den vergangenen Tagen
In den vergangenen Tagen kam es trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg zu gegenseitigem Beschuss. Am Sonntag feuerten Irans Streitkräfte gut zwei Monate nach Beginn der Feuerpause erstmals wieder Raketen auf Israel. Israel griff daraufhin Ziele in Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer sofortigen Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen.
In der Nacht zu Mittwoch bombardierte das US-Militär als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers eigenen Angaben zufolge in Iran Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen. Trump hatte zuvor Iran für den Absturz verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Iranischen Angaben zufolge wurden bei den Bombardierungen mit zwei Wasserspeichern auch zivile Infrastruktur zerstört.
Irans Präsident kritisierte die Angriffe scharf. "Die Infrastruktur eines Landes ist die Lebensader der Menschen", schrieb Massud Peseschkian auf X.
Wer mit Angriffen auf Verkehrsnetze, Stromversorgung oder Wasserindustrie droht, demonstriert keine Stärke, sondern nur Verzweiflung.
Massud Peseschkian, Irans Präsident
Im Konflikt mit Iran verliere US-Präsident Trump nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich die Kontrolle, erklärt Militärökonom Marcus M. Keupp bei ZDFheute live.
10.06.2026 | 8:27 minSorge vor einer Eskalation wächst
Iran griff daraufhin Medienberichten nach US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Flugabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen. Die Golfstaaten gerieten im Iran-Krieg bereits mehrfach unter Beschuss, darunter auch ihre Metropolen und Energieanlagen.
Die USA und Israel hatten Ende Februar ihren Krieg gegen Iran begonnen. Zuletzt hatten die militärischen Spannungen und gegenseitige Angriffe wieder Sorgen vor einer neuen regionalen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch. Erst am Mittwoch traf iranischen Berichten zufolge eine Delegation aus Katar in Teheran ein, um im Krieg zu vermitteln.
Netanjahu habe bislang im Iran keines der versprochenen Ziele erreicht, so Thomas Reichart, ZDF-Korrespondent aus Tel Aviv. Wegen der anstehenden Wahlen wolle Netanjahu den Krieg fortführen.
09.06.2026 | 3:20 minStreit um die Straße von Hormus
Trump hatte Iran Anfang April kurz vor Einigung über eine Feuerpause noch mit Vernichtung und Angriffen auf Kraftwerke und zivile Infrastruktur gedroht. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", hatte der US-Präsident sogar gewarnt. Rund 90 Minuten vor Ablauf eines Ultimatums kündigte er dann eine Waffenruhe an. Hintergrund war der Streit um die Straße von Hormus.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Meerenge übernommen, die als Exportroute für Dünger, Öl und Flüssiggas für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung ist. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade verhängt, um Iran am Export von Öl zu hindern. Washington versucht seit Wochen, dass die Straße von Hormus wieder frei befahrbar wird. Die weltweiten Energiepreise schossen mit Kriegsbeginn nach oben.
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