Nach weltweiten Großdemonstrationen:Iran: Berichte über Sprechchöre gegen Chamenei in Teheran
In Teheran hallen offenbar Sprechchöre gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Auch Rufe für den 1979 gestürzten Schah sollen zu hören sein.
Weltweit haben dieses Wochenende Tausende Menschen gegen das Regime in Iran protestiert. Vor den neuen Gesprächen mit den USA steigt der Druck. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet.
15.02.2026 | 1:17 minNach Großkundgebungen der iranischen Exil-Opposition in mehreren Städten weltweit sollen in Teheran Sprechchöre gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei und für den 1979 gestürzten Schah zu hören gewesen sein.
Menschen in dem Viertel Ekbatan im Osten der iranischen Hauptstadt skandierten offenbar am Sonntag "Tod Chamenei", "Tod der Islamischen Republik" und "Lang lebe der Schah" von ihren Balkonen, wie der Nutzer Schahrak Ekbatan, der die Gegend beobachtet, in Onlinediensten berichtete.
Rund 250.000 Menschen haben zeitgleich zur Münchner Sicherheitskonferenz gegen das iranische Regime demonstriert. Pahlavi wirbt für einen Militärschlag gegen das Mullah-Regime.
14.02.2026 | 3:27 minProteste in Teheran und weiteren Städten - Videos nicht verifiziert
Dem persischsprachigen TV-Sender Iran International zufolge, der aus dem Ausland berichtet, fanden ähnliche Protestaktionen in weiteren Teilen Teherans statt. In von dem Sender verbreiteten Aufnahmen riefen Menschen "das ist die letzte Schlacht, Pahlavi kommt zurück" und "Tod den Garden" mit Blick auf die iranischen Revolutionsgarden.
Demnach kam es auch in Schiras im Süden des Landes sowie in Arak im Zentrum zu regierungskritischen Sprechchören. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Videos zunächst nicht verifizieren.
Zum Jahrestag der Islamischen Revolution von 1979 richtet sich Präsident Peseschkian an die Iraner. Er behauptete, man wolle keine Konfrontation mit dem Volk.
11.02.2026 | 1:46 minWeltweite Proteste - Hunderttausende bei Kundgebung in München
Am Wochenende waren in mehreren Städten weltweit tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Führung in Teheran zu demonstrieren. In München nahmen an einer Demonstration am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) nach Angaben der Polizei rund 250.000 Menschen teil.
Bei der Kundgebung trat der Sohn des 1979 gestürzten letzten Schahs, Reza Pahlavi, auf und bekundete seinen Willen, den "Übergang zu einer säkularen, demokratischen Zukunft" des Iran anzuführen.
Auch in Los Angeles, Washington und Toronto folgten tausende Menschen der Aufforderung nach Solidaritätsbekundungen mit den Protestteilnehmern in Iran. Pahlavis Büro zufolge demonstrierten weltweit mehr als eine Million Menschen. Diese Zahl ließ sich zunächst nicht verifizieren.
Der iranische Präsident Peseschkian hat die von Gewalt gegen Protestierende betroffenen Iraner um Entschuldigung gebeten – jedoch ohne sich vom Vorgehen der Sicherheitskräfte zu distanzieren.
11.02.2026 | 0:27 minNeue Atomgespräche zwischen Iran und USA in Genf
Für Dienstag sind in Genf neue Atomgespräche zwischen Iran und den USA geplant. Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen.
US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Der US-Präsident entsandte einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den militärischen Druck noch zu erhöhen.
Während Teheran ausschließlich über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen verhandeln will, pochen die USA und Israel auch auf Verhandlungen über das iranische Raketenprogramm sowie Teherans Unterstützung für Milizen in Nahost, darunter die Hisbollah im Libanon und die islamistische Hamas im Gazastreifen.
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