Stopp für ausländische Studenten:Harvard klagt gegen Anordnung der US-Regierung
Die Eliteuniversität Harvard geht juristisch gegen die Order der US-Regierung vor, keine ausländischen Studenten mehr aufnehmen zu dürfen.
Die Elite-Universität geht nun juristisch gegen den Beschluss der US-Regierung vor, keine ausländischen Studierenden mehr einschreiben zu dürfen.
23.05.2025 | 1:27 minDie US-Eliteuniversität Harvard hat Klage gegen den Aufnahmestopp für ausländische Studenten eingereicht. Die Vorgabe des Heimatschutzministeriums verstoße gegen die Verfassung und werde "unmittelbare und verheerende Auswirkungen für Harvard und mehr als 7.000 Visuminhaber" haben, heißt es in der am Freitag bei einem Bundesgericht in Boston eingereichten Klage. Harvard bitte das Gericht, die Umsetzung der Maßnahme per einstweiliger Verfügung zu stoppen.
Die US-Regierung will Harvard daran hindern, internationale Studierende aufzunehmen. Die Regierung versuche, die Hoheit über die Wissenschaft zu bekommen, so Claudia Bates.
23.05.2025 | 1:09 minHarvard nannte den Einschreibungsstopp eine politische Vergeltungsmaßnahme, weil sich die Universität politischen Forderungen des Weißen Hauses widersetze.
Mit einem Federstrich hat die Regierung versucht, ein Viertel der Harvard-Studierendenschaft auszulöschen, internationale Studenten, die einen wichtigen Beitrag zur Universität und ihrem Auftrag leisten.
Harvard in seiner Klage
Universitätspräsident Alan Garber sagte, die Hochschule werde nicht von ihren "zentralen, rechtlich geschützten Grundsätzen" abrücken. Sie habe Schritte zum Kampf gegen Antisemitismus unternommen und werde auf den Vorwurf der Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Partei Chinas später reagieren.
Die US-Regierung hat der Elite-Universität Harvard die Berechtigung entzogen, ausländische Studenten aufzunehmen. Bereits eingeschriebene Studierende müssten wechseln.
23.05.2025 | 0:21 minUS-Regierung: Harvard darf keine ausländischen Studenten aufnehmen
Das US-Heimatschutzministerium hatte der Harvard-Universität am Donnerstag die Aufnahme ausländischer Studenten untersagt und ihr vorgeworfen, ein unsicheres Umfeld geschaffen zu haben, weil sie antiamerikanischen, pro-terroristischen Agitatoren erlaube, jüdische Studenten auf dem Campus anzugreifen. Außerdem arbeite die Universität mit der Kommunistischen Partei Chinas zusammen. Beweise dafür blieb das Ministerium schuldig.
Auf dem Harvard-Campus in Cambridge im Staat Massachusetts sind fast 6.800 Ausländer eingeschrieben. Das entspricht mehr als einem Viertel der Studierenden. Die meisten von ihnen sind Doktoranden und kommen aus mehr als 100 Ländern.
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