Vorwürfe der Manipulation:Ministerium verteidigt Löschen von Epstein-Dateien
Kurz nach der Freigabe Tausender Epstein-Akten sind einige Dateien wieder gelöscht worden. Das Justizministerium verteidigt die Löschung und verweist auf laufende Ermittlungen.
Die US-Demokraten werfen dem Justizministerium vor, aus den Epstein-Akten dieses Foto entfernt zu haben. Auf ihm sollen Trump mit seiner Frau Melania sowie Epstein und Maxwell zu sehen sein.
21.12.2025 | 0:17 minDie plötzliche Löschung von mehreren Dateien aus den online veröffentlichten Epstein-Akten ist laut US-Justizministerium auf Bitten von Betroffenen erfolgt.
Die entfernten Fotos zeigten potenzielle Opfer des gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, die zuvor nicht als solche identifiziert worden seien, sagte Vize-Justizminister Todd Blanche bei NBC News. Wegen laufender Ermittlungen seien die Dateien daher gelöscht worden. Sie würden zu einem späteren Zeitpunkt wieder öffentlich zugänglich werden.
Am Freitagnachmittag hatte das Justizministerium nach massivem Druck der Öffentlichkeit zunächst vier Datensätze auf seiner Webseite hochgeladen, die Tausende Dateien enthalten. Darin zu finden waren neben Fotos auch Dokumente. Vieles ist komplett geschwärzt - bereits dafür erntete das Ministerium Kritik.
Mit geleakten E-Mails lässt sich erstmals belegen, wie Jeffrey Epstein auch versuchte, Frauen aus dem deutschsprachigen Raum anzuwerben. Eine von ihnen hat mit dem ZDF gesprochen.
19.12.2025 | 2:50 minVize-Justizminister nennt Vorwurf der Demokraten "lachhaft"
Keine 24 Stunden danach warfen die Demokraten im US-Kongress dem Ministerium die Löschung einer Datei vor. So sei ein Foto anscheinend entfernt worden, hieß es in einem Beitrag auf X.
Post von Oversight Dems bei X
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Auf der besagten Aufnahme sind zum Teil eingerahmte Fotos zu sehen. Eines ist schon älter und zeigt Donald Trump mit seiner Frau Melania in Begleitung von Epstein und dessen Vertrauten Ghislaine Maxwell (siehe oben). Ex-US-Präsident Bill Clinton ist auf einem anderen Foto zu sehen.
Den Vorwurf, dass auf dem Foto Trump zu sehen ist und es daher aus dem Datensatz gelöscht worden sei, nannte Blanche "lachhaft".
Tausende Ermittlungsakten um den Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wurden veröffentlicht. Kritik gibt es an den ausführlichen Schwärzungen in den Dokumenten und Fotos.
20.12.2025 | 2:30 minIm Gespräch mit NBC News sagte der Vize-Justizminister auch, dass in den Akten keine Informationen zu Präsident Trump bearbeitet worden seien - außer, wenn diese aufgrund gesetzlicher Vorgaben geschwärzt werden müssten. Dies sei etwa dann der Fall, wenn sich Informationen auf persönliche Details von Missbrauchsopfern beziehen.
Eine Stichprobe der Deutschen Presse-Agentur ergab, dass eine neuere Version des ersten Datensatzes vom Samstag mindestens 16 Dateien weniger umfasste als eine vorherige Version des Archivs vom Freitagnachmittag. Neben dem Foto, das laut Demokraten fehlt, sind in der neueren Version auch bestimmte Aufnahmen eines Raumes mit einer Massageliege nicht mehr enthalten.
Es seien “viele Angaben geschwärzt”, sagt USA-Korrespondentin Claudia Bates zu den neu-freigegebenen Ermittlungsakten im Fall Jeffrey Epstein.
20.12.2025 | 2:00 minJustizministerium will weitere Hunderttausende Dokumente veröffentlichen
Eine Sprecherin des Weißen Hauses hatte am Freitagabend beteuert, dass die derzeitige US-Regierung die "transparenteste" in der Geschichte der USA sei. In den nächsten Wochen sollen laut Justizministerium weitere Hunderttausende Dokumente veröffentlicht werden.
Fotos und andere Materialien würden auch weiterhin "mit großer Sorgfalt und unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen" geprüft und bearbeitet, teilte das Justizministerium auf X mit.
Post des US-Justizministeriums bei X
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Neu veröffentlichte Aufnahmen geben Einblicke in die karibische Privatinsel von Jeffrey Epstein, wo dieser seine Opfer missbraucht haben soll.
04.12.2025 | 1:02 minVize-Justizminister: Keine Datensätze manipuliert
Blanche beteuert gegenüber dem US-Sender ABC News, dass sein Haus keine Dateien verändert habe, um Präsident Trump zu schützen. Ihm zufolge gab es auch keinerlei Anweisung, Material, das einen Zusammenhang zum Präsidenten habe, zu bearbeiten.
Präsident Trump hat von Anfang an klargestellt, dass er erwartet, dass alle Akten, die freigegeben werden können, auch freigegeben werden - und genau das tun wir.
Todd Blanche, Vize-Justizminister
Trump kannte Epstein gut, aber es gibt keine Hinweise, dass der Republikaner in den Skandal verwickelt war, Trump selbst hatte jegliche Vorwürfe stets bestritten.
In den nun veröffentlichten Dokumenten kommt Trump zwar vereinzelt vor, nach ersten Analysen scheint es jedoch kaum neue Informationen über das Verhältnis zu Epstein zu geben.
Trump entscheidet sich nun für die Freigabe der Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Vor allem Demokraten drängen seit Langem auf Veröffentlichung - Trump lehnte bisher ab.
17.11.2025 | 1:33 minEpstein betrieb lange Missbrauchsring
Der Fall Epstein beschäftigt die Öffentlichkeit seit langem. Jahrelang hatte der US-Multimillionär aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll Epstein minderjährige Mädchen etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. Vor sechs Jahren starb er im Alter von 66 Jahren in einer Gefängniszelle.
Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society. Immer wieder kam die Frage auf, welche prominenten Persönlichkeiten in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten. Per Gesetz wurde schließlich vor einem Monat die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich Trump lange gewehrt hatte.
Skandal um US-Sexualstraftäter:Auch deutsche Frauen im Visier von Epstein
von Sophia Baumann, Gunnar Krüger, Bastian Obermayermit Video2:50US-Justiz gibt Akten teilweise frei:Was steckt in den neuen Epstein-Dokumenten?
Beatrice Steineke, Washington, D.C.mit Video0:17Frist abgelaufen:US-Regierung veröffentlicht Tausende Epstein-Dokumente
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Tim-Julian Schneider, Washington D.C.mit Video0:40