Brasiliens Ex-Präsident:Hautkrebs bei Jair Bolsonaro diagnostiziert
Jair Bolsonaro ist an Hautkrebs erkrankt. Der unter Hausarrest stehende Ex-Präsident von Brasilien musste operiert werden. Mittlerweile hat er die Klinik wieder verlassen.
Jair Bolsonaro musste zuletzt häufiger ärztlich behandelt werden (Archivfoto vom 14. September).
Quelle: Sergio Lima / AFPBei dem ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ist Hautkrebs festgestellt worden. Zwei Hautstellen, die bei einer Operation am Sonntag entfernt wurden, wiesen Hautkrebs auf und müssten nun regelmäßig ärztlich überwacht werden, teilte der behandelnde Arzt Claudio Birolini mit. Bei der Biopsie der Proben sei ein "Plattenepithelkarzinom" festgestellt worden.
Es ist weder die mildeste noch die aggressivste Form, aber dennoch eine Form von Hautkrebs.
Claudio Birolini, behandelnder Arzt
Der Arzt sprach von einer "Art von Hautkrebs, die schwerwiegende Folgen haben kann".
Bolsonaro über Nacht im Krankenhaus
Bolsonaro war am Dienstag erneut wegen Übelkeit, Schwindel und niedrigem Blutdruck ins Krankenhaus gebracht worden und verbrachte eine Nacht dort. Einem an diesem Mittwoch veröffentlichten Klinik-Bulletin zufolge war der frühere Präsident bei seiner Ankunft am Dienstag "dehydriert" gewesen. Seine Herzschlagfrequenz sei erhöht und sein Blutdruck deutlich abgesenkt gewesen.
Bei den Untersuchungen seien eine "anhaltende Blutarmut und eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion" festgestellt worden, hieß es in dem Bulletin weiter. Es zeigten sich Spuren einer kürzlich überstandenen Lungenentzündung. Inzwischen konnte der 70-Jährige die Privatklinik wieder verlassen.
Ex-Präsident steht unter Hausarrest
Bolsonaro musste zuletzt mehrfach wegen Spätfolgen eines Messerattentats während des Wahlkampfs 2018 medizinisch versorgt werden.
Er steht derzeit unter Hausarrest. In der vergangenen Woche wurde Bolsonaro zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt - wegen seiner Rolle bei einem Putschversuch nach seiner Wahlniederlage gegen seinen linken Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva.
Der von 2019 bis 2022 amtierende Staatschef Brasiliens, weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als Opfer politischer Verfolgung. Die Anwälte des Ex-Präsidenten kündigten Berufung gegen das Urteil an.
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