Terroranschläge in Brüssel 2016: Gedenken an Opfer in Belgien

Gedenkfeiern in Brüssel:Belgien erinnert an Opfer der Terroranschläge von 2016

|

Bei islamistischen Terroranschlägen starben im März 2016 in Belgien 32 Menschen. Heute gedachten in Brüssel Minsterpräsident und König der Opfer.

Zaventem: Polizeibeamte legen einen Blumenkranz vor einer Gedenktafel während einer Gedenkveranstaltung zum 10. Jahrestag der Brüsseler Anschläge vom 22. März 2016 am internationalen Flughafen Brüssel nieder.

Brüssel gedenkt der Opfer der islamistischen Terroranschläge vor zehn Jahren, bei denen 32 Menschen getötet wurden. An den Anschlagsorten versammelten sich zahlreiche Angehörige und Überlebende.

22.03.2026 | 0:27 min

Zehn Jahre nach den islamistischen Terroranschlägen vom 22. März 2016 ist in Belgien bei Gedenkfeiern an die zahlreichen Opfer erinnert worden. Am Brüsseler Flughafen versammelten sich Mitarbeiter und Rettungskräfte am frühen Morgen zu einer Menschenkette, bevor bei einer Zeremonie mit dem belgischen König Philippe und Ministerpräsident Bart De Wever in der Abflughalle eine Gedenktafel enthüllt wurde. In der U-Bahn-Station Maelbeek im Europaviertel gab es wenig später ebenfalls eine Gedenkfeier mit dem König und De Wever.

Anschläge in Brüssel 2016: 32 Menschen starben

Bei den Anschlägen hatten drei Selbstmordattentäter der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Bomben am Brüsseler Flughafen Zaventem sowie in der U-Bahn-Station gezündet. Sie töteten 32 Menschen, 340 wurden verletzt. Wegen weiterer Opfer durch Krankheit oder Suizid wird die offizielle Zahl der Toten mittlerweile mit 36 angegeben.

De Wever dankte bei den Zeremonien den damals tätigen Einsatzkräften und rief dazu auf, nicht den Glauben an das Gute zu verlieren. "Terroristen versuchten, uns zu spalten und uns mit Angst zu lähmen", erklärte er.

Doch zehn Jahre später sehen wir, wie Menschen weiterhin füreinander einstehen und sich für Menschlichkeit und Würde entscheiden - oft durch kleine, stille Gesten.

Bart De Wever, Ministerpräsident von Belgien

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb in sozialen Netzwerken: "Heute denken wir an die Opfer und an ihre Angehörigen, die noch immer einen Verlust tragen, den die Zeit nicht heilen kann." Man stehe wie schon 2016 geeint zusammen und sei weiter entschlossen, die gemeinsamen Werte zu schützen.

Symbolbild Islamischer Staat Ideologie

Die Attentäter von Sydney sollen der Terrororganisation IS nahegestanden haben, so die Behörden in Australien. Welche Netzwerke der IS weltweit hat – Analyse bei ZDFheute live.

16.12.2025 | 17:02 min

Lange Haftstrafen für Drahtzieher und Unterstützer

Die strafrechtliche Aufarbeitung der Anschläge ist mittlerweile abgeschlossen. Nach einem Mammutprozess waren 2023 gegen mutmaßliche Drahtzieher und Unterstützer der Selbstmordattentäter lange Haftstrafen verhängt worden.

Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt vor zehn Jahren reihten sich ein in eine islamistische Terrorserie. Im November 2015 hatten Terroristen bei einer Serie koordinierter Anschläge in Paris 130 Menschen getötet und 350 verletzt. Im Dezember 2016 entführte dann ein islamistischer Terrorist einen Lastwagen und fuhr damit in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Dieser Anschlag forderte 13 Opfer, wobei ein Mensch erst Jahre später an den Folgen starb.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 22.03.2026 um 11:30 Uhr.
Thema

Weitere Nachrichten aus Belgien

  1. Friedrich Merz (R), Bundeskanzler Deutschlands, und Emmanuel Macron (L), Präsident Frankreichs, treffen am 12. Februar 2026 zum informellen EU-Gipfel im Schloss Alden Biesen in Bilzen, Belgien, ein.
    Analyse

    EU-Gipfel in Alden Biesen:"Wir wollen diese EU schneller und besser machen"

    Andreas Stamm, Brüssel
    mit Video1:45

  2. Mehrere Medikamentenblister liegen auf einem Tisch.

    Ohne Krankenversicherung in Belgien:Hilfe für Menschen in Not: Freiwillige verteilen Medikamente

    Miriam Amalo, Brüssel
    mit Video2:11

  3. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (r), spricht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj

  4. Dampf steigt aus den Kühltürmen des Atomkraftwerks Doel des Stromversorgers Electrabel.