Sipplingen am Bodensee:Tragischer Unfall: Zug überrollt Vierjährige an Bahnübergang
Eine Vierjährige war beim Überqueren eines Bahnübergangs in Sipplingen von einem Regionalzug erfasst worden. Wenig später erlag das Kind seinen Verletzungen.
Ein vierjähriges Mädchen auf einem Laufrad ist in Sipplingen am Bodensee von einem Regionalzug erfasst und tödlich verletzt worden.
10.05.2026 | 0:44 minTödlicher Unfall in Sipplingen (Baden-Württemberg): Ein vierjähriges Kind hat in der Gemeinde am Bodensee einen Bahnübergang mit seinem Laufrad überquert und ist dabei von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Als die Schranken bereits geschlossen waren, sei das Mädchen mit seinem Laufrad über den Bahnübergang in der Ortsmitte gefahren, teilte die Polizei mit.
Warum der Bahnübergang nur teilweise gesichert war
Trotz einer Notbremsung hatte der Regionalexpress am Samstag das Kind erfasst. Die Vierjährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort starb das Mädchen in der Nacht an seinen Verletzungen.
Der Bahnübergang war laut den Ermittlern mit sogenannten Halbschranken ausgestattet. Das bedeutet, dass die Schranken lediglich über die Hälfte der Fahrbahn reichen und nicht auch die Gegenspur versperren.
Psychologen betreuen Eltern und Fahrgäste
Die Eltern des Mädchens seien zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Details zu dem Unfallhergang nannte er nicht. In dem Zug sollen zu diesem Zeitpunkt etwa 65 Fahrgäste gesessen haben. Sie blieben alle körperlich unverletzt. Psychologen und Sanitäter betreuten die Eltern, die Fahrgäste, das Zugpersonal sowie weitere Zeugen.
2022 starben fünf Menschen bei einem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen. Im Prozess in München wurden nun die beiden angeklagten Bahn-Mitarbeiter freigesprochen.
19.01.2026 | 2:59 minDie Bahn zeigt sich nach dem Unglück tief bestürzt: "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen", teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Zur Betreuung des Zugpersonals sei nach dem Unfall ein Notfallmanager gekommen. Lokführer werden nach solchen Unglücksfällen immer ausgewechselt und nach Hause gebracht.
Polizei untersucht Unglücksort
Nach dem Unglück errichteten Einsatzkräfte große Sichtschutzwände auf dem Bahnübergang und Polizisten begannen, den Unfallort zu vermessen. Die Regionalbahn stand an einem Bahnsteig wenige Meter hinter der Unglücksstelle. Zudem hatten Einsatzkräfte eine angrenzende Straße gesperrt. Dort standen mehrere Autos von Feuerwehr und Rettungsdienst. Sipplingen ist eine kleine Stadt mit etwa 8.000 Einwohnern und liegt direkt am Bodensee, gut fünf Kilometer westlich von Überlingen.
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