Neuer Ebola-Ausbruch: WM-Gastgeber kündigen Einreiseverbote an

Reisebeschränkungen fürs Turnier:WM-Gastgeber kündigen wegen Ebola Einreiseverbote an

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Die USA, Mexiko und Kanada kündigen wegen des Ebola-Ausbruchs in Afrika Reisebeschränkungen an. So sollen Bürger und Besucher während der anstehenden Fußball-WM geschützt werden.

Mannschaftsfoto der Nationalmannschaft der DR Kongo in einem Stadion.

Das Weiße Haus fordert die Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo zur Isolation vor der WM auf. Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Land.

23.05.2026 | 0:19 min

Angesichts des Ausbruchs von Ebola in Zentralafrika haben die USA, Kanada und Mexiko für die Fußball-WM Einreiseverbote verhängt. Wie die US-Regierung im Namen der drei Gastgeber-Länder mitteilte, sollen abgestimmte Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bei Reisen aus afrikanischen Regionen mit dem höchsten Ebola-Risiko ergriffen werden.

Die Gesundheit und Sicherheit aller Menschen in der Region hat für uns höchste Priorität, während wir die Welt in Nordamerika willkommen heißen.

Erklärung von USA, Kanada und Mexiko

Dieser koordinierte Ansatz ziele darauf ab, "unsere Bürger und die Millionen von Besuchern, Fans, Athleten und Touristen, die zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erwartet werden, zu schützen und gleichzeitig den Reise- und Warenverkehr über unsere Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten", hieß es in dem gemeinsamen Statement der drei Regierungen.

Ein Arzt in blauem Kittel und Mundschutz steht mit einem Kind an einem Wasserhahn, das Kind wäscht sich die Hände.

Kein Impfstoff, Misstrauen in der Bevölkerung und Angriffe auf Behandlungszentren: Der Kampf gegen Ebola im Kongo stößt an harte Grenzen. ZDFheute live spricht mit einer Hilfsorganisation.

29.05.2026 | 10:30 min

Einreiseverbote und Quarantäne

In den USA gelte zunächst ein 30-tägiges Einreiseverbot für ausländische Reisende, die sich in den vergangenen 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Südsudan aufgehalten hätten, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit.

Kanada verwehrt Bewohnern der drei afrikanischen Staaten seit Mittwoch für 90 Tage die Einreise. Kanadische Staatsbürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung müssen sich ab dem 30. Mai nach einer Rückkehr aus den betroffenen Gebieten für 21 Tage in Quarantäne begeben.

SGS Schneider Ebola

Es fehle vor Ort an ärztlichem Material und am Vertrauen der Menschen in den Staat. Hilfe suchten sie bei den Kirchen, sagt Tropenmedizinerin Dr. Gisela Schneider.

28.05.2026 | 4:12 min

Mexikos Gesundheitsminister David Kershenovich hat strengere Kontrollen an Flughäfen angekündigt und eine dreiwöchige Quarantäne für Einreisende aus dem Kongo angeordnet. Mexikanische Fluggesellschaften kündigten Einreisebeschränkungen an, die gemäß einer Verordnung der mexikanischen Behörden sogar für 60 Tage in Kraft bleiben würden, also bis nach dem Abpfiff der WM.

Mehr als 1.000 Ebola-Verdachtsfälle

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo und Teile von Uganda sind derzeit von einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus betroffen. Nach jüngsten Regierungsangaben gibt es in Kongo mehr als 1.000 Verdachtsfälle und rund 250 Tote. Im östlichen Nachbarland Uganda sind die Zahlen deutlich geringer.

Demokratische Republik Kongo: Arbeiter entladen medizinische Hilfsgüter der Europäischen Union.

In der Demokratischen Republik Kongo sind erste Hilfsgüter der EU für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie eingetroffen. Darunter befinden sich dringend benötigte Medikamente und Schutzausrüstung.

29.05.2026 | 0:20 min

Die Mannschaft der DR Kongo will ihr Quartier bei ihrer WM-Teilnahme in der US-Metropole Houston aufschlagen. Wenn das Team in die USA einreisen wolle, müssten sich alle Mitglieder für drei Wochen in einer "Blase" isolieren, sagte zuletzt der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani.

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Quelle: dpa, Reuters, SID
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 23.05.2026 um 11:55 Uhr in dem Beitrag "USA fordern Quarantäne für Kongos Fußballer".

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