Weltozontag:Ozonloch klein wie selten - aber Europas UV-Strahlung steigt
Das Ozonloch über der Antarktis ist 2025 so klein gewesen wie selten. Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO). Allerdings habe die UV-Strahlung zuletzt zugenommen.
Das Ozonloch über der Antarktis ist in diesem Jahr so klein wie selten seit Anfang der 90er Jahre. Trotzdem steigt die UV-Strahlung in Europa. Der Grund: weniger Wolken und längere Sonnenzeiten.
16.09.2026 | 0:34 minDas Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Erfolg gilt als Folge des FCKW-Verbots. Doch während sich die Ozonschicht erholt, nimmt die UV-Strahlung in Teilen Europas weiter zu.
Es sei das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen, berichtet die Weltwetterorganisation (WMO).
Anlässlich des jährlichen Weltozontages am 16. September sagte WMO-Chefin Celeste Saulo:
Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird.
Celeste Saulo, WMO-Chefin
Ozonschicht erholt sich nach FCKW-Verbot
Die WMO führt den Erfolg auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Auf dieser Basis wurden schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt.
Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.
Juni und Juli waren in Westeuropa zusammen so warm wie nie seit Aufzeichnungsbeginn. Große Teile Europas leiden unter Dürre und Waldbränden. Die Weltmeere haben sich aufgeheizt wie noch nie.
10.08.2026 | 2:03 minUV-Strahlung in Europa gestiegen.
Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken.
Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.
Selbst im April ist die Sonne nicht zu unterschätzen. Sie sendet ultraviolette Strahlen in unterschiedlichen Wellenlängen aus. Meteorologin Katja Horneffer erklärt im 3D-Wetterstudio.
08.04.2026 | 0:44 minIn Teilen Europas habe die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heißt es in dem jährlichen WMO-Ozonbulletin. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Sonnenscheindauer damit steige. Daher heißt es weiter:
Angesichts dieser Entwicklung sind gezielte und wirksame Maßnahmen zum UV-Schutz von größter Bedeutung.
Jährliches WMO-Ozonbulletin
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