Frühling kommt: Rekordtemperatur mit 23 Grad im Februar möglich

Mildes Wochenende mit viel Sonne:Frühlingshafter Freitag: Werden die 23 Grad geknackt?

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Noch vor wenigen Tagen gab es heftigen Schneefall und Regen in Deutschland. Doch nun zeigt sich der Februar frühlingshaft: heute könnten die Temperaturen bis zu 23 Grad erreichen.

Özden Terli, Christa Orben, Katja Horneffer

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung

26.02.2026 | 1:15 min

Vielerorts Sonnenschein in Deutschland - mit bis zu 23 Grad könnte die frühlingshafte Wetterlage an diesem Freitag vorerst ihren Höhepunkt erreichen. Das erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Vor allem im Süden und der Mitte scheint dazu verbreitet die Sonne.

Deutscher Wetterdienst

Die Höchstwerte der Temperaturen liegen laut DWD zwischen 16 Grad im Norden und "23 Grad am Oberrhein".

Damit könnte auch der Temperaturrekord für einen Februar in Deutschland fallen. Bislang wurde im Jahr 1900 der bisher höchste Wert in Jena gemessen - mit 23,1 Grad.

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Meteorologen ziehen Winter-Bilanz

Heute ziehen die Meteorologen erst einmal Bilanz aus dem zu Ende gehenden Winter. Am Sonntag ist der meteorologische Frühlingsbeginn. Es sehe so aus, als ob der Winter wieder mal deutlich zu warm gewesen sei, sagt Meteorologe Andreas Walter vorab.

Auch habe es im Vergleich zu wenig Niederschlag gegeben - trotz des Schnees. "Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal", erläutert Walter weiter.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) auf einer Waldlichtung

Wenn die ersten Schneeglöckchen durch den kalten Boden brechen, kündigt der Frühling seine Rückkehr an.

Quelle: imago/xSIMIx

Sonntag nur noch 15 Grad

Am Samstag erwartet der DWD noch Höchstwerte von 7 bis 11 Grad an der Küste und 12 bis 18 Grad im Osten und Südosten. Im Nordwesten wird das Wetter demnach unbeständig, im Osten und Südosten gibt es noch mal Sonne.

"Am Sonntag stellt sich ein Mix aus Sonne, Wolken und örtlich etwas Regen ein", schreibt der Wetterdienst. Die Temperaturen sinken auf 10 bis 15 Grad - sind damit für die Jahreszeit aber immer noch zu mild. Nur im Norden wird es etwas kühler.

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Mitte Februar sorgte Schnee vielerorts noch für Chaos: gestrichene Flüge an Flughäfen, Unfälle mit Verletzten auf spiegelglatten Straßen.

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Glückshormone auf dem Vormarsch

Bei vielen dürfte das frühlingshafte Wetter einen echten Tatendrang auslösen - kein Wunder, erklärt der Bio- und Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis. Im Winter bildet der Körper mehr Melatonin - ein Hormon, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. "Wenn es dunkel ist, wollen wir ja schlafen", erklärt der an der Universität Freiburg tätige Professor.

Jetzt, wo sich der Winter langsam verabschiedet und die Sonne herauskommt, bildet der Körper dagegen weniger Melatonin - und dafür mehr Vitamin D und so mehr vom Glückshormon Serotonin. "Damit wir aufwachen, damit wir viel aktiver sind und viel mehr Energie haben", so Matzarakis.

Es sind lila Blumen zu sehen.

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Umstellung für Allergiker

Wie genau man sich bei dem schnellen Wetterumschwung fühle, hänge aber von vielen gleichzeitig auftretenden Faktoren ab. Neben dem allgemeinen Gesundheitszustand, Ernährung oder Stress im Alltag spielten gerade chronische Erkrankungen eine Rolle.

Die Umwelt gehört ebenso dazu: etwa Regionen mit hoher Luftbelastung oder die Pollenlage bei Allergikern. "Wenn jemand betroffen ist, umso schwieriger ist es, sich auf die neue Situation einzustellen", sagt Matzarakis.

Noch keine große Sonnenbrand-Gefahr

Vielen helfe es bei der Umstellung, Sonne zu tanken - gerade jetzt, wo man noch nicht mit Sonnenbrand rechnen müsse, erklärt der Biometeorologe. "Das dauert noch drei, vier Wochen, bis die Sonne so stark ist, dass man eher die negativen Aspekte betrachtet."

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem am 26.02.2026 in der heute-Sendung ab 9:00 Uhr und am 27.02.2026 im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF ab 5:30 Uhr.

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