Französische Atlantikküste:Waldbrand bei Bordeaux "unter Kontrolle"
Der große Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Nuñez "unter Kontrolle". Es gebe aber noch Brandherde und "aktive Zonen".
In Spanien, Frankreich und Griechenland sind Waldbrände ausgebrochen. Zur Hilfe kommt die einzige speziell ausgebildete europäische Waldbrandbekämpfungseinheit aus NRW und Niedersachsen.
01.08.2026 | 1:25 minDer große Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez "unter Kontrolle". Das Feuer breite sich nicht weiter aus, sagte der Minister bei einem Pressestatement. Jedoch gebe es noch Brandherde und "aktive Zonen".
Die Flammen vernichteten im Département Gironde westlich von Bordeaux rund 430 Quadratkilometer Kiefernwald. Nach Angaben der Feuerwehr loderte das Feuer weiter, breitete sich aber nicht über die bestehenden Grenzen hinaus aus. Es gebe weiterhin aktive Bereiche sowie Glutnester im Boden, hieß es.
Knapp 200.0000 Menschen durften zurückkehren
Nach der Entspannung der Lage werden mehr als 10.000 weitere Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können, hieß es. 224.000 Menschen waren evakuiert worden, bislang durften nach Behördenangaben aber bereits 198.000 von ihnen zurückkehren.
Mehrere Ortschaften bleiben jedoch weitgehend menschenleer. Die Behörden wollten noch keine Menschen auf die bewaldete Halbinsel Cap Ferret zurückkehren lassen, weil ein nahegelegener Brandherd wieder aufflammen und die einzige Zufahrtsstraße gefährden könnte. In einem solchen Fall würden Bewohner und Touristen dort festsitzen. Insgesamt seien in Frankreich seit Beginn des Jahres 119.000 Hektar von Waldbränden erfasst worden, erklärte Nuñez laut Medien.
In weiten Teilen Griechenlands gilt höchste Waldbrandgefahr. Besonders kritisch ist die Lage rund um Athen – etwa bei Porto Germeno.
01.08.2026 | 0:38 minSorge vor trockenen Winden in Südfrankreich
Ein wieder aufgeflammtes Feuer im südfranzösischen Département Var am Mittelmeer gibt dagegen weiterhin Anlass zur Sorge. Innerhalb weniger Stunden hatte es sich am Freitag über eine Fläche von zehn Quadratkilometern vergrößert - "schneller als ein Pferd im Galopp", wie die Präfektur mitteilte.
Die Lage habe sich nicht verschlimmert, gab der Innenminister laut übereinstimmenden Medienberichten am Samstagmittag an. Es handele sich jedoch um ein Hochrisikogebiet, besonders wegen erwarteter trockener und starker Winde am Nachmittag. Nach Angaben der Präfektur sind 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von 6 Löschflugzeugen und 5 Helikoptern.
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