Waldbrand-Rauch: Warum schwere Folgen für die Gesundheit drohen

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Evakuierung in Monschau:Warum Waldbrand-Rauch so gefährlich für die Gesundheit ist

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Nicht nur die Flammen sind eine Gefahr: Rauch durch Waldbrände schädigt die Lunge und kann in den Blutkreislauf gelangen. Wer besonders gefährdet ist - und wie Sie sich schützen.

Rauch steigt aus einem Wald bei Benneckenstein auf.

Rauch bei Waldbränden: Eine unterschätzte Gefahr.

Quelle: dpa

Waldbrände sind nicht nur durch ihre zerstörerischen Flammen gefährlich - der dabei entstehende Rauch stellt auch ein Gesundheitsrisiko dar. Die Stadt Monschau hat Bürgerinnen und Bürgern betroffener Ortsteile genau aus diesem Grund empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen zeitweise zu verlassen.

Was kann der Rauch verursachen?

Die bei Waldbränden entstehenden Rauchschwaden sind ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Gasen und sehr feinen Teilchen, die entstehen, wenn Bäume, Sträucher, aber auch Gebäude und andere Materialien brennen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind besonders Feinstaubpartikel namens PM2.5 besorgniserregend, weil sie eingeatmet werden und so tief in die Lunge gelangen können. Das wiederum kann demnach Husten, Augen- und Halsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Atemlosigkeit auslösen.

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Da die Teilchen aber sogar in den Blutkreislauf gelangen können, können sie prinzipiell alle menschlichen Organe betreffen. Die Partikel lösen dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge Entzündungen und Stress in Zellen aus. Je nachdem, wie lange dies anhält, können Erkrankungen die Folge sein. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Demenz oder Diabetes Typ II werden laut dem UBA mit Feinstaub in Verbindung gebracht.

Wer ist besonders gefährdet?

Bei Menschen mit Asthma, chronischen Lungen- oder Herzkrankheiten könnten sich die Symptome verstärken, heißt es von der WHO. Zudem seien Ältere und Babys sowie Kinder stärker als andere gefährdet, bei den Kleinen entwickle sich die Lunge erst noch. Auch Behinderte und Schwangere gehören zu den Risikogruppen - und nicht zuletzt Einsatzkräfte, die an vorderster Front die Brände bekämpfen.

SGS Roettig Waldbrand

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Wie nah am Brand wird es gefährlich für Menschen?

Weil unterschiedliche Witterungsbedingungen - wie etwa Wind - aber auch verschiedene persönliche Reaktionen auf Schadstoffe eine Rolle spielen, lasse sich kein pauschal sicherer Abstand zu Waldbränden festlegen, schreibt das Umweltbundesamt. Mit zunehmendem Abstand zum brennenden Bereich nehme jedoch die Wahrscheinlichkeit für akute Auswirkungen durch die Rauchbelastung ab. Ab einigen hundert Metern würden eher die oben beschriebenen Auswirkungen durch Feinstaub relevant.

Die WHO weist darauf hin, dass der Rauch von Waldbränden sich über weite Regionen und sogar Länder oder Kontinente hinweg ausbreiten und die Luftqualität von Orten in der entsprechenden Windrichtung deutlich verschlechtern kann - auch für Menschen, die weit entfernt wohnen.

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Was kann man tun, um sich zu schützen?

Die WHO rät:

  • Empfehlungen der lokalen Behörden befolgen.
  • Möglichst drinnen bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.
  • Klimaanlagen nicht in einem Modus nutzen, in dem sie Außenluft hineinlassen, sondern die Luft in den Innenräumen zirkulieren lassen.
  • Draußen eine FFP2-Maske tragen.
  • Bei Symptomen medizinischen Rat suchen.

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem im heute journal am 15.08.2026 ab 22:55 Uhr sowie in heute Xpress am 16.08.2026 um 11:55 Uhr.

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