50 Zentimeter Schnee in New York:Ostküste der USA kämpft mit Folgen des Blizzards
Ein schwerer Wintersturm mit Schnee und Eiseskälte hat den Nordosten der USA zum Stillstand gebracht. Noch immer sind Hunderttausende ohne Strom.
Zum zweiten Mal binnen Wochen hat ein Schneesturm den Nordosten der USA getroffen und New York weitgehend zum Stillstand gebracht. Im Central Park wurden rund 50 Zentimeter Schnee gemessen.
24.02.2026 | 1:55 minSchneeschaufeln gegen Bezahlung, Flugabsagen en masse und Hunderttausende Haushalte ohne Strom: Ein Wintersturm hat den Alltag von Millionen Menschen im Nordosten der USA auf den Kopf gestellt. In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Im berühmten New Yorker Central Park gingen fast 50 Zentimeter Schnee nieder - so viel wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr bei einem einzelnen Sturm, berichtete der Nachrichtensender CNN.
Die Stadt habe seit zehn Jahren keinen so heftigen Schneesturm erlebt, sagte Bürgermeister Zohran Mamdani.
Schneemassen am Bethesda-Brunnen im Central Park.
Quelle: epaDer Schnee wurde begleitet von Windböen mit Geschwindigkeiten von fast 50 Kilometern pro Stunde und schlechter Sicht. Es kam auch zu Schneeverwehungen. Der Wetterdienst warnte vor sogenannten Whiteouts durch die starken Böen. Bei diesem Wetterphänomen verschwindet durch Schneefall oder Nebel der Horizont, was zu Desorientierung führen kann.
Ein Schneesturm ist auf den Nordosten der USA gestoßen. In New York City brachte er bis zu 50 Zentimeter Neuschnee und sorgte für Schulausfall. Viele Flughäfen mussten ihre Betriebe einstellen.
24.02.2026 | 0:23 minFlughäfen komplett stillgelegt
An den Flughäfen in New York und New Jersey lag der Flugverkehr auch am Abend (Ortszeit) komplett still. Man sei mit "Hochdruck im Einsatz, um die Schneeräumung an allen unseren Anlagen fortzusetzen", teilte der Sprecher der für Luft-, Land-, Schienen- und Seewege zuständigen Hafenbehörde von New York und New Jersey mit. Laut dem Flugportal "Flightaware" wurden am Montag etwa 4.700 Abflüge und Ankünfte in der betroffenen Region gestrichen.
In New York verhängten die Behörden ein Fahrverbot und sperrten zeitweise Straßen, Autobahnen und Brücken - außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey galt ein Verkehrsverbot. Beide wurden um die Mittagszeit aufgehoben.
Ein heftiger Schneesturm hat die Ostküste der USA fest im Griff und verbreitet Blizzard-Bedingungen.
23.02.2026 | 0:22 minMamdani warb per Videobotschaft auf der Plattform X erneut um Freiwillige, die für 30 Dollar (umgerechnet 25 Euro) die Stunde Schnee schaufeln. Der öffentliche Nahverkehr in der größten Stadt der USA funktionierte nur eingeschränkt. Busse kamen auf den verschneiten Straßen nur langsam voran. Laut der "New York Times" gab es im Großraum der Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 keine so großen Schneemengen mehr wie in diesem Jahr.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani auf X
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Bereits im Januar hatte ein schwerer Wintersturm weite Teile der USA erfasst. Viele Haushalte waren ohne Strom, Tausende Flüge wurden gestrichen. Mehrere Bundesstaaten hatten den Notstand ausgerufen.
25.01.2026 | 0:16 minSightseeing im Blizzard
Die eisigen Temperaturen und das heftige Schneetreiben hielten nicht alle Touristen in New York vom Sightseeing ab. Am berühmten Times Square waren am Morgen einzelne Besucher unterwegs. Ein Urlauber aus Frankreich sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Schneesturm sei das beste Geschenk, was er sich für seinen New-York-Besuch habe wünschen können. Für den Rest des Tages stünden aber eher Museen auf dem Programm, in denen es wohlig warm sei.
Times Square in New York City
Quelle: AFPAuch sonst versuchten viele New Yorker das Beste aus der Ausnahmesituation zu machen. In einigen Parks der Stadt entstanden in wenigen Stunden ganze Armadas von Schneefiguren. In einem Park im Stadtteil Brooklyn bauten Anwohner eine Art Couchlandschaft aus Schnee.
Stromausfälle an der Ostküste dauern an
Unbeschwert war die Lage indes nicht überall: Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts. Am Abend (Ortszeit) waren laut dem Portal "Poweroutage" noch immer etwa 400.000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom.
Die Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden - von der US-Hauptstadt Washington bis in den im äußersten Nordosten gelegenen Bundesstaat Maine. Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sicht, der das öffentliche Leben zeitweise lahmlegen kann.
Ein heftiger Wintersturm hatte im Januar große Teile der USA im Griff. Schnee und Glätte sorgten für Chaos. Menschen kamen ums Leben.
28.01.2026 | 4:49 minExtreme Winterwetterlage in den USA
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen, örtlich wurden Kälterekorde gebrochen. Mehr als Hundert Menschen waren infolge des Unwetters gestorben. Über Todesopfer infolge des aktuellen Sturms war zunächst nichts bekannt.
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