Akademie mit neuen Regeln:Keine Oscars für KI-Schauspieler oder KI-Drehbücher
KI hat auch im Filmbusiness Einzug gehalten. Die Oscar-Akademie hat für ihre Preisvergaben dazu jetzt ganz klare Regeln aufgestellt - und weitere Neuerungen auf den Weg gebracht.
Bei der 99. Oscar-Verleihung im kommenden März gelten neue Regeln. Die Filmakademie schreibt vor, dass nur Rollen nominiert werden können, die nachweislich von Menschen gespielt wurden.
02.05.2026 | 0:46 minDie für die Verleihung der Oscars zuständige Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Ampas) hat Regelungen für viele Preiskategorien überarbeitet. Nachdem der im vergangenen Jahr verstorbene US-Schauspieler Val Kilmer mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wieder auf der Leinwand erschien, haben die Oscar-Organisatoren insbesondere zum Thema KI ein Machtwort gesprochen.
Der wichtigste Filmpreis der Welt werde nicht an KI-Schöpfungen verliehen, erklärten sie am Freitag (Ortszeit). "Menschen müssen im Zentrum des kreativen Prozesses stehen", sagte die Akademie-Präsidentin Lynette Howell Taylor.
Der Polit-Thriller "One battle after another" ist der große Sieger des Abends und gewinnt neben dem Oscar für den besten Film noch fünf weitere Auszeichnungen.
16.03.2026 | 2:02 minNur Rollen werden berücksichtigt, die von Menschen gespielt wurden
Gemäß den überarbeiteten Regeln soll die Verwendung von KI weder Vorteile noch Nachteile bezüglich einer Oscar-Nominierung bringen.
In der Kategorie Schauspiel werden nur Rollen berücksichtigt, die im Abspann des Films aufgeführt und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden.
Erklärung der Oscar-Akademie
Gleiches gilt der Erklärung zufolge für die Vorlagen für Filme: "In den Drehbuchkategorien ist festgelegt, dass Drehbücher von Menschen verfasst sein müssen, um zugelassen zu werden."
Der Film gibt Einblick in russische Propaganda, schon bei den Jüngsten. Lehrer Talankin hat die Indoktrinierung in seiner Schule dokumentiert. Es entstand eine Doku, die einen Oscar bekommen hat.
16.03.2026 | 2:01 minAufregung um KI-Version von Schauspieler Val Kilmer
Erst vor wenigen Tagen hatte eine KI-Version des verstorbenen Val Kilmer für Furore gesorgt. Bei einer Präsentation für Kino-Besitzer wurde der Trailer für den Archäologie-Actionfilm "As Deep As The Grave" mit einer digitalen Version des "Top Gun"-Stars gezeigt.
Das Projekt wurde von der Familie des verstorbenen Schauspielers unterstützt, die Zugang zu Kilmers Videoarchiv gewährte. Dieses wurde genutzt, um den Filmstar in verschiedenen Lebensabschnitten zu rekonstruieren.
Bei Kilmer war bereits früher KI zum Einsatz gekommen - im Film "Top Gun: Maverick" aus dem Jahr 2022. In Folge einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung hatte der Schauspieler seine Stimme verloren, die mit Hilfe von KI in den Film eingefügt wurde.
Michael B. Jordan und Jessie Buckley: Gewinner der Oscar-Nacht
Michael B. Jordan ("Blood & Sinners") gewann als bester Hauptdarsteller. Kollegin Jessie Buckley ("Hamnet") setzte sich als beste Hauptdarstellerin durch.
Quelle: action pressÄnderungen auch beim Oscar für besten internationalen Film
Zudem nahm die Filmakademie bedeutende Änderungen an der häufig in die Kritik geratenen Kategorie für den besten internationalen Film vor, wie am Freitag bekanntgegeben wurde.
Demnach sind künftig auch Filme einfach deshalb zugelassen, weil sie bereits den Toppreis bei renommierten Filmfestivals in Cannes, Venedig, Berlin und Toronto gewonnen haben. Sie müssen nicht wie bisher von einem Land als Nominierung eingereicht werden.
Mehrere Hollywood-Stars haben wegen der geplanten Übernahme von Warner durch Paramount Bedenken geäußert. Der Deal würde zwei große Hollywood-Studios zusammenführen.
14.04.2026 | 0:53 minSo wie auch in vorherigen Jahren seien "progressive Änderungen" vorgenommen worden, bekräftigte Akademie-Geschäftsführer Bill Kramer.
Da die Akademie globaler wird, müssen wir natürlich darüber nachdenken, wie wir internationale Filme bei den Oscars berücksichtigen.
Bill Kramer, Geschäftsführer Oscar-Filmakademie
Schauspieler können mehrmals nominiert sein
Neu ist bei den Oscars nach den künftigen Regeln auch, dass Schauspielerinnen und Schauspieler in ein und derselben Kategorie mehrmals nominiert sein können.
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