Fähre sinkt vor Philippinen: 18 Tote - Dutzende Vermisste

Hunderte Menschen an Bord:Fähre sinkt vor Philippinen: 18 Tote - Dutzende Vermisste

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Bei einem Fährunglück vor den Philippinen sind 18 Menschen gestorben, viele werden noch vermisst. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren 359 Menschen an Bord.

Mitarbeiter der philippinischen Küstenwache kümmern sich auf einem Boot um Menschen, die sich an Bord der gesunkenen M/V Trisha Kerstin 3 befanden

Auf den Philippinen ist eine Fähre aus bislang unbekannten Gründen gesunken. Mehrere Menschen kamen ums Leben, Dutzende Menschen werden vermisst.

26.01.2026 | 0:21 min

Nach dem Sinken einer Fähre auf den Philippinen werden noch mindestens 24 Menschen im Meer vermisst. Das Schiff M/V Trisha Kerstin 3 hatte der Küstenwache zufolge 359 Menschen an Bord - 332 Passagiere und 27 Crew-Mitglieder. Das Unglück ereignete sich in der Nacht (Ortszeit) auf dem Weg von der Stadt Zamboanga auf der Insel Mindanao zur Insel Jolo.

Ein Sprecher der örtlichen Küstenwache sprach von mindestens 18 Toten und 317 Geretteten. Nach zwei Dutzend vermissten Personen werde noch gesucht. Wie es zu der Tragödie nahe der Provinz Basilan 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila kam, wird derzeit untersucht. Augenzeugen zufolge war die See zu dieser Zeit ruhig.

Fähre vor Philippinen gesunken - keine Berichte über ausländische Passagiere

Nach Angaben der Küstenwache meldete das Schiff vier Stunden nach seiner Abfahrt ein Notsignal. Auf einem vom Gouverneur der Provinz Basilan veröffentlichten Video waren Überlebende zu sehen, die barfuß waren und in Decken gehüllt wurden.

Philippinische Besatzungsmitglieder des Frachtschiffs M/V Devon Bay gehen am 26.01.2026 im Hafen von Manila, Philippinen, von einem Schiff der philippinischen Küstenwache (PCG) an Land.

Mitglieder der philippinischen Besatzung kommen in Manila an.

Quelle: epa

Zu möglichen ausländischen Passagieren gab es derweil keine Berichte. Jolo gilt wegen der Präsenz islamistischer Terrorgruppen als sehr gefährlich und ist kein Touristenziel.

Schiffsbetreiber spricht Angehörigen Beileid aus

Der Schiffsbetreiber Aleson Shipping Lines sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus und bat um Geduld, während die Sucharbeiten andauerten.

Reisen auf dem Wasser gehört auf den Philippinen zum täglichen Leben. Das Archipel besteht aus mehr als 7.000 Inseln. Wegen unzureichender Sicherheitsstandards und Überbelegung kommt es häufig zu Unfällen.

2023 waren bei einem Feuer auf einer Passagierfähre im Süden des Landes mindestens 31 Menschen gestorben. Die schlimmste Schiffskatastrophe in Friedenszeiten ereignete sich in den philippinischen Gewässern 1987, als eine Fähre mit einem Tanker kollidierte. Mehr als 4.000 Menschen kamen damals ums Leben.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Philippinen: Fähre gesunken - mehrere Tote" am 26.01.2026 um 08:51 Uhr.

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