Nepal: Mehr als 900 Tote - Vermisstenzahl steigt sprunghaft

Nach Sturzflut im Himalaya:Nepal: Mehr als 900 Tote - Vermisstenzahl steigt sprunghaft

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Die Zahl der Toten bei den schweren Sturzfluten in Nepal und der Region Tibet ist auf über 900 gestiegen. Besonders in einem Bezirk stieg die Vermisstenzahl sprunghaft.

Ein Mann betrachtet am 31.08.2026 im Trishuli Center, im nepalesischen Distrikt Nuwakot, die durch Sturzfluten beschädigten Häuser.

Einwohner der betroffenen Gebiete kehren in ihre zerstörten Häuser zurück und suchen nach Habseligkeiten.

31.08.2026 | 0:25 min

Die Zahl der Toten nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist in Nepal nach offiziellen Angaben auf mindestens 903 gestiegen. Mindestens 4.247 weitere Menschen würden vermisst, gab die Katastrophenschutzbehörde an. In der Region Tibet kamen nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Sonntag mindestens 16 Menschen ums Leben; 546 weitere Menschen würden vermisst. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 919, insgesamt mindestens 4.793 Menschen werden demnach vermisst.

Unter den Vermissten in Nepal sind 592 ausländische Staatsbürger. Dazu zählen nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde mindestens acht Deutsche. Das Auswärtige Amt hatte am Freitag von einer "hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten" gesprochen.

Zahl der offiziell Vermissten steigt sprunghaft

3.655 nepalesische Staatsbürger werden in Nepal vermisst. Im Bezirk Nuwakot stieg deren Zahl laut den Angaben vom Montag sprunghaft auf 1.158. Am Sonntag hatten die Behörden noch von 115 Vermissten in dem Bezirk gesprochen.

30.08.2026, Nepal, Dhading: Menschen stehen auf den Überresten einer Brücke, die über den Fluss Trishuli führte und bei Sturzfluten weggespült wurde.

Während die Angehörigen von Vermissten in Nepal auf ein Lebenszeichen warten, arbeiten die Einsatzkräfte weiter. Nun fordern Experten bessere Flutwarnungen.

30.08.2026 | 2:33 min

Im benachbarten Indien wurden im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh nach Behördenangaben 17 Leichen aus Flüssen geborgen, die im oberen Verlauf durch Nepal fließen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Opfer der Flutkatastrophe handelt. Diese 17 Toten sind nicht in den offiziellen Zahlen zu den Toten der Katastrophe enthalten.

Sturzflut wohl durch Gletscherabbruch ausgelöst

Die Sturzflut hatte am vergangenen Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Ortschaften zerstört. Nach Einschätzung von chinesischen und US-Experten wurde die Katastrophe durch einen Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung in Nepal ausgelöst.

Die Gletscher im Himalaya schmelzen wegen des Klimawandels schneller als je zuvor. Schmelzende Gletscher können Berghänge destabilisieren und das Risiko von Erdrutschen erhöhen.

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Quelle: AFP, AP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 31.08.2026 ab 06:00 Uhr.

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