Todesschüsse in der Schweiz: 43-Jähriger festgenommen

43-jähriger Verdächtiger gefasst:Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Rave in der Schweiz

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Schweizer Polizisten haben nach den Schüssen bei einem Rave-Konzert im Kanton Argau einen 43-Jährigen festgenommen. Behörden vermuten einen Einzeltäter. Eine 22-Jährige starb.

Drei Schweizer Kantonspolizisten sichern das Areal um die Pferderennbahn in Aarau, wo der Rave stattgefunden hatte.

Bei einer Techno-Party in Aarau sind am Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet. Unter den fünf Verletzten war auch eine Deutsche.

31.08.2026 | 0:25 min

Nach den Schüssen bei einem Techno-Rave im Kanton Aarau hat die Schweizer Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 43 Jahre alten Schweizer, teilten die Beamten mit. Er wurde in der Nacht zu Montag gegen ein Uhr unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

Die Polizei geht inzwischen von einem Einzeltäter aus. Nähere Einzelheiten wollte sie im Laufe des Tages mitteilen. Bei den Schüssen in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände des Rennvereins im Kanton Aargau starb eine 22-jährige Italienerin. Fünf Menschen im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden verletzt, darunter eine Deutsche.

Eine Landkarte der Schweiz mit der Verortung der Stadt Aarau
Quelle: ZDF

Tatort nahe der deutschen Grenze

Die Polizei hat Teilnehmer und Anwohner aufgerufen, Handy-Videos aus der Nacht zur Verfügung zu stellen. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über den Hergang. Die Besucher der Veranstaltung hätten sich auf dem Heimweg befunden, als gegen 2.30 Uhr ein Unbekannter mehrere Schüsse auf eine Personengruppe abgegeben hätte, teilte die Polizei mit.

Der Tatort liegt unweit der deutschen Grenze, rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen. Alle Verletzten sind nach Angaben einer Polizeisprecherin außer Lebensgefahr. Ob die Deutsche das Krankenhaus bereits verlassen konnte, sagte die Beamtin mit Verweis auf Datenschutzgründe nicht. Alle Betroffenen leben in der Schweiz.

Bewaffnete Polizeibeamte patrouillieren in der Nähe der Pferderennbahn Schachen in Aarau.

Bei einer Rave-Party im schweizerischen Aarau sind in der Nacht Schüsse gefallen. Eine junge Frau starb, fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Ermittlungen laufen.

30.08.2026 | 1:20 min

Zwei verschiedene Schusswaffen eingesetzt

Die Polizei hatte Ermittlungen in alle Richtungen angekündigt. Geprüft wurden ein möglicher Terrorakt, ein Amoklauf sowie eine mögliche Abrechnung im kriminellen Milieu, wie der Polizeichef des Kantons, Michael Leupold, sagte. Er gehe von Zufallsopfern aus. Die Betroffenen hätten sich nicht gekannt.

Die Party mit etwa 3.500 Menschen war bereits zu Ende, als die Schüsse fielen. Auf dem Gelände hielten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde an zwei verschiedenen Orten und mit zwei Waffen geschossen.

Am Tatort wurden unterschiedliche Hülsen gefunden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passen. In der Schweiz sind Schusswaffenangriffe sehr selten, Waffen sind jedoch weit verbreitet.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress im Beitrag "Schüsse bei Rave: Was bisher bekannt ist" am 31.08.2026 um 7 Uhr.

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