Rave in der Schweiz: Polizei sieht Amoklauf

Eine Tote in der Schweiz:Polizei wertet Schüsse bei Rave als Amoklauf

|

Der tödliche Angriff bei einem Rave-Event im Schweizer Kanton Aargau war - laut Polizei - ein Amoklauf. Eine Besucherin war gestorben, mehrere Menschen wurden verletzt.

Blumen und Kerzen sowie ein Zettel mit der Aufschrift „Viel Kraft für Euch Alle“ wurden in Aarau vor dem Eingang der Pferderennbahn Schachen, dem Ort einer Rave-Party, niedergelegt.

Bei einer Techno-Party in Aarau sind am Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet. Unter den fünf Verletzten war auch eine Deutsche.

31.08.2026 | 0:25 min

Die Schweizer Polizei bezeichnet den tödlichen Angriff bei einem Rave im Schweizer Kanton Aargau in der Nacht zu Sonntag inzwischen als Amoklauf. Eine Frau war dabei erschossen worden, weitere Menschen wurden durch Schüsse verletzt. Knapp 24 Stunden nach der Tat nahm die Polizei einen 43-jährigen Schweizer unter dringendem Tatverdacht fest.

Die Polizei geht nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Einzeltäter aus. "Es gibt keinerlei Hinweise auf weitere tatbeteiligte Personen", sagte Polizeichef Michael Leupold. Im Zusammenhang mit dieser Tat bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Blumen und Kerzen sowie ein Zettel mit der Aufschrift „"Viel Kraft für Euch Alle"“ wurden vor dem Eingang der Pferderennbahn Schachen niedergelegt. Hier fand der Rave statt.

Eine Italienerin starb durch die Schüsse beim Rave.

Quelle: Michael Buholzer / dpa

Eine Frau kam bei Schüssen ums Leben

Auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins war am Ende des Techno-Musikevents eine 22 Jahre alte Frau erschossen worden. Fünf Menschen zwischen 24 und 31 Jahren wurden durch Schüsse verletzt, eine weitere Person meldete sich nach Angaben der Polizei am Montag mit Verletzungen durch einen "Abpraller". Das teilte der Polizeichef mit. Unter den Verletzten war eine Deutsche.

Zunächst war unklar, ob es einen oder mehrere Täter gab. Die Polizei löste eine Großfahndung aus, an der auch deutsche Behörden beteiligt waren. Der Tatort liegt rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen in Baden-Württemberg. Die Polizei ermittelte zunächst in Richtung Terrortat, Amoklauf und Abrechnung im kriminellen Milieu. Sie hatte am Tatort Patronenhülsen gefunden, die auf zwei Tatwaffen hindeuteten.

Bewaffnete Polizeibeamte patrouillieren in der Nähe der Pferderennbahn Schachen in Aarau.

Bei einer Rave-Party im schweizerischen Aarau sind in der Nacht Schüsse gefallen. Eine junge Frau starb, fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Ermittlungen laufen.

30.08.2026 | 1:20 min

Angriff bei Rave im Kanton Aargau

Beim Rennverein im Kanton Aargau hatte am Samstag zum fünften Mal ein Rave mit DJs aus der Techno-Szene stattgefunden. Die Veranstalter hatten sich auf 3.500 Besucher eingestellt. Die Schüsse fielen gegen Ende, in den frühen Morgenstunden des Sonntags, als sich noch Dutzende Leute auf dem Gelände aufhielten.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.


Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 31.08.2026 in dem Beitrag "Schüsse bei Rave: Was bisher bekannt ist" um 07:00 Uhr.
Thema

Mehr zu Kriminalität

  1. Ein Fahrzeug der Polizei steht hinter einer Absperrung auf einer Straße nachdem Schüsse am 31.08.2026 auf ein Café in Köln abgefeuert wurden.

    Fahndung nach Täter läuft:Schüsse auf Café in Kölner Südstadt

    mit Video0:44

  2. Brandenburg, Gosen-Neu-Zittau: Gewalttat an einer Schule

  3. Collage aus zwei Bildern: Ulrike Herrmann in Wanderkleidung (links) und mit dem Kopf leicht im Profil (Schwarzweißfoto).

    Update nach "Aktenzeichen XY"-Sendung:Wichtige Hinweise im Mordfall Ulrike Herrmann eingegangen


  4. Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Andreas Ohm (l), Anwalt, weist die Angeklagte auf ihren Platz im Saal des Landgerichts zur Fortsetzung des Mordprozesses im Fall Fabian.

    Auto der Angeklagten am Tatort?:Mordfall Fabian: Gina H. weist Vorwürfe zurück

    mit Video2:31