Kanada: Trauer um Tote nach Schüssen an Schule

18-jährige Schützin identifiziert:Kanada: Trauer um Tote an Schule in British Columbia

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Ein Schusswaffenangriff an einer Schule erschüttert eine Gemeinde im Westen Kanadas. Neun Menschen sterben, das Motiv der 18-jährigen Täterin ist noch unklar.

Diese Videoaufnahme zeigt Schüler, die nach Schüssen die Schule verlassen. Bei einem der folgenschwersten Schusswaffenvorfälle in der Geschichte Kanadas sind zehn Menschen ums Leben gekommen.

Im kanadischen Ort Tumbler Ridge wurden bei einem Schusswaffenangriff zehn Menschen getötet und mehr als 25 verletzt. Unter den Toten ist wohl auch die Tatverdächtige.

11.02.2026 | 1:13 min

Nach einen Schusswaffenvorfall an einer Schule und in einem Wohngebäude im Westen von Kanada ist die Betroffenheit in der kleinen Gemeinde Tumbler Ridge groß. Eine 18-Jährige hatte am Mittwoch acht Menschen und anschließend sich selbst getötet.

Die Täterin habe zunächst ihre Mutter und ihren Stiefbruder zu Hause getötet, bevor sie am Dienstag ihre ehemalige Schule angegriffen habe, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein Motiv für eine der schlimmsten Gewalttaten in der kanadischen Geschichte sei noch unklar. Die Polizei korrigierte die Zahl der Todesopfer einschließlich der Täterin von ursprünglich zehn auf neun.

Auf einer Karte von Kanada ist Tumbler Ridge eingezeichnet: Der Ort liegt im Südwesten des Landes.

Tumbler Ridge in Kanada

Quelle: ZDF

Tumbler Ridge - eine Stadt mit etwa 2.400 Einwohnern - steht unter Schock. Bürgermeister Darryl Krakowka sagte, er sei am Boden zerstört.

Ich lebe seit 18 Jahren hier. Ich kenne wahrscheinlich jedes einzelne der Opfer.

Darryl Krakowka, Bürgermeister

Tote nach Schüssen an Schule in Kanada gefunden

Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule im Westen Kanadas ist das Land tief erschüttert. Bei dem Angriff wurden neun Menschen getötet. Im Ort Tumbler Ridge sucht die Polizei nach dem Motiv.

11.02.2026 | 1:28 min

Sechs Kinder unter den Toten

Der Polizei zufolge waren bei der Täterin psychische Probleme bekannt. Sie sei in der Vergangenheit mehrfach wegen ihres Geisteszustands in Gewahrsam genommen worden.

Die Täterin, die männlich geboren wurde, aber seit sechs Jahren als Frau lebte, tötete demnach zunächst ihre 39-jährige Mutter und ihren elfjährigen Stiefbruder. Anschließend erschoss sie in der Schule eine 39-jährige Lehrerin sowie fünf Schüler im Alter von zwölf und 13 Jahren.

Zwei Schwerverletzte im Alter von zwölf und 19 Jahren werden noch im Krankenhaus behandelt. Polizisten, die zwei Minuten nach dem Notruf am Tatort eintrafen, wurden sofort beschossen, bevor sie die Täterin tot auffanden.

Kanadas Premier drückt Angehörigen Mitgefühl aus

Der Regierungschef von British Columbia, David Eby, erklärte: "Unsere Herzen sind heute Abend in Tumbler Ridge bei den Familien derer, die ihre Lieben verloren haben." Die Regierung werde in den kommenden Tagen sicherstellen, dass Mitgliedern der Gemeinde alle erdenkliche Unterstützung zuteil werde. Alle versuchten jetzt, "mit dieser unvorstellbaren Tragödie umzugehen".

Polizisten stehen vor dem Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee im Berliner Stadtteil Neukölln.

Wie sicher sind Deutschlands Schulen? Ein Gymnasium in Rostock zeigt, wie Sicherheitskonzepte umgesetzt werden.

11.06.2025 | 1:35 min

Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich in einer Erklärung in den sozialen Medien ebenfalls zutiefst erschüttert.

Ich schließe mich den Kanadiern an, die heute mit jenen trauern, deren Leben unwiderruflich verändert wurde, und danke den Ersthelfern für ihren Mut und ihre Selbstlosigkeit, die ihr Leben riskierten, um ihre Mitbürger zu schützen.

Mark Carney, kanadischer Premierminister

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb am Mittwoch im Onlinedienst X: "Die vielen Toten nach Schüssen an einer Schule bestürzen uns tief. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Tumbler Ridge, die um Freunde und Familie trauern."

Post von Merz bei X

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10.06.2025 | 8:37 min

Schüler berichten von Alarm in Schule

Der Peace River South School District teilte am Dienstag mit, dass sowohl die Schule als auch die Grundschule in Tumbler Ridge unter einen Lockdown gestellt wurden und ein Sicherheitsprotokoll zur Sicherung der Gebäude in Kraft trat.

In der Schule sei ein Alarmsignal ertönt, mit dem Aufruf, sich in den Klassenzimmern in Sicherheit zu bringen, berichtete ein Schüler dem Sender CBC:

Wir haben Tische genommen und die Türen verbarrikadiert.

Schüler der Tumbler Ridge Secondary School

Die Polizei hatte am Dienstag (Ortszeit) Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen.

Amokläufe in Kanada selten

Tumbler Ridge liegt mehr als 700 Kilometer Luftlinie nördlich von Vancouver. Auf der Webseite der Provinzregierung wird die Tumbler Ridge Secondary School mit 175 Schülern von der siebten bis zur zwölften Klasse aufgeführt.

Amokläufe an Schulen sind in Kanada selten. Das führen Experten darauf zurück, dass die Waffengesetze dort weitaus strenger sind als beispielsweise im Nachbarland USA. Die Tat am Dienstag war die opferreichste seit 2020, als ein Schütze in Nova Scotia 13 Menschen tötete und Brände legte, die weitere neun Menschen das Leben kosteten.

Quelle: dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 11.02.2026 ab 05:30 Uhr sowie die heute am 11.02.2026 ab 17 Uhr
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