Mord an US-Rapper Tupac: Ex-Gangmitglied schuldig gesprochen

Legendärer US-Rapper:Mord an US-Rapper Tupac: Keefe D schuldig gesprochen

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Der Mord an Rapper Tupac Shakur gehört zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA. Jetzt ist der Angeklagte Keefe D im Prozess für schuldig befunden worden.

Duane Davis (rechts) und sein Anwalt Michael Sanft sitzen im Gerichtssaal, nachdem eine Geschworenenjury Davis am 31. August 2026 im Prozess um die Tötung des Rappers Tupac Shakur im Jahr 1996 für schuldig befunden hat; Aufnahme aus dem Clark County District Court im Regional Justice Center in Las Vegas, Nevada.

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Tupac Shakur gibt es erstmals ein Urteil: Der frühere Gang-Anführer Duane Davis wurde als Drahtzieher schuldig gesprochen.

01.09.2026 | 2:31 min

Knapp 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis, bekannt als Keefe D, schuldig gesprochen worden. In einem Prozess in Las Vegas sahen es die Geschworenen als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich ist. Ihm könnte nun eine lebenslange Haftstrafe drohen.

Tupac verkaufte weltweit Millionen Platten

Tupac Shakur war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rapper der 1990er Jahre und gilt bis heute für den Hip-Hop als eine der prägendsten Figuren. Der für Hits wie "California Love" und "Changes" bekannte Musiker verkaufte weltweit Millionen Platten. Der damals 25-Jährige wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Sein Einfluss auf Rapmusik und Popkultur reichte weit über seinen Tod hinaus.

Davis wird nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem früheren Anführer der Straßengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs. Nach Darstellung der Anklage organisierte er die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der einem anderen bei der Tat hilft.

Angeklagter hatte auf nicht schuldig plädiert

Der frühere Gang-Anführer war 2023 in Las Vegas im Bundesstaat Nevada festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig.

Zuvor hatte der 63-Jährige allerdings mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien. Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, hatte er in Interviews gesagt und auch in seiner Autobiografie geschrieben. Die tödlichen Schüsse habe aber sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.

Verteidiger Michael Sanft hatte seinen Mandanten in dem Prozess als Lügner und Angeber dargestellt. Dieser habe viele Dinge erfunden, um daraus Kapital zu schlagen, argumentierte Sanft. Nach der Verkündung des Urteils weinte Shakurs Schwester Sekyiwa "Set" Shakur. Ebenfalls im Gerichtssaal war Davis’ Sohn, der sein Gesicht mit einer Hand bedeckte.

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Quelle: dpa, AFP, AP
Über dieses Thema berichtete hallo deutschland am 14.08.2026 ab 14 Uhr.
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