Welt-HPV-Tag am 4. März:Krebsvorsorge: Experten raten zur frühen HPV-Impfung
Humane Papillomviren sind weit verbreitet und können Krebs auslösen. Fachleute empfehlen deshalb die frühe HPV-Impfung für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren. Vor dem ersten Virenkontakt schütze sie am besten.
03.03.2026 | 0:57 minDie Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt wirksam vor bestimmten Krebsarten. Anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März ruft das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) Eltern dazu auf, ihre Kinder frühzeitig impfen zu lassen.
"Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten", teilte Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG, kürzlich mit. Er erklärte weiter:
Wer seine Kinder zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit.
Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG
Aufgrund einer Infektion mit dem HPV-Virus hatte Kerstin Wiese Vorstufen zu Gebärmutterhalskrebs. Warum sie sich jetzt noch für eine Impfung entschieden hat.
04.03.2025 | 5:00 minImpfung am besten vor dem ersten Sex
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen in diesem Alter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der Schutz dann am höchsten, wenn die Impfung schon vor dem ersten möglichen Kontakt mit diesen Viren erfolgt. Die Erreger werden vor allem beim Sex übertragen.
Den Angaben des BIÖG zufolge stecken sich in Deutschland acht von zehn Menschen mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV an. Je nach Virustyp - insgesamt gibt es 200 verschiedene - kann eine Infektion ohne Folgen bleiben. Doch unter Umständen kann sie Krebs auslösen. Nach RKI-Angaben erkranken in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs.
Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht erklärt, was HPV ist, wie es übertragen wird und warum man die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr bekommen sollte.
04.09.2024 | 7:40 minVirus kann verschiedene Körperbereiche befallen
Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch das Virus betrifft auch andere Bereiche des Körpers, wie das BIÖG erklärt:
Die Viren können Tumore im Mund- und Rachenraum sowie im Analbereich oder an den Genitalien verursachen. Deshalb ist die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig.
Mitteilung des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit
Die Impfquoten in Deutschland sind allerdings niedrig: 2024 hatten nur rund die Hälfte der 15-jährigen Mädchen (55 Prozent) und etwas mehr als ein Drittel der 15-jährigen Jungen (36 Prozent) einen vollständigen Impfschutz.
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