Internationale Erhebung:Studie: Paare im Homeoffice bekommen mehr Kinder
Die Möglichkeit, auch von daheim aus arbeiten zu können, hat offensichtlich Einfluss auf die Zahl der Kinder, die Paare bekommen. Das geht aus Daten aus 38 Ländern hervor.
Wer im Home-Office arbeitet, bekommt mehr Kinder. Das zeigt eine Studie aus 38 Ländern. Die Geburtenrate ist im Schnitt um 14 Prozent höher als in Haushalten ohne Home-Office.
18.03.2026 | 0:24 minPaare im Homeoffice bekommen einer Studie zufolge mehr Kinder. In Haushalten mit mindestens einem Tag Arbeit in der Woche von daheim aus liegt die Geburtenrate im Schnitt um 14 Prozent höher als in solchen ohne Homeoffice, wie aus einer internationalen Studie des Münchner Ifo-Instituts und der Universität Stanford hervorgeht. Grundlage sind Daten aus 38 Ländern. Ifo-Forscher Mathias Dolls erklärte:
Wenn beide Partner im Homeoffice arbeiten, ist der Effekt am größten.
Mathias Dolls, Ifo-Institut
Das würde bedeuten, dass rechnerisch eine von drei Frauen über den Lebensverlauf ein Kind mehr bekommt als Vergleichsgruppen ohne Heimarbeit. "Das umfasst sowohl die Zahl der bereits Geborenen als auch die der geplanten Kinder", so Dolls.
Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Dies könne ein Hinweis für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Kinderbetreuung und Beruf sein.
Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Zahl der Kinder erhöht.
Mathias Dolls, Ifo-Institut
Grund dafür sei vermutlich, dass dadurch der zeitliche und organisatorische Aufwand sinkt, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, erklärte der Ifo-Experte. Mehr Flexibilität durch Homeoffice könne dazu beitragen, dass Paare ihren Kinderwunsch eher verwirklichen können.
Sollte man das Homeoffice stärker beschränken? Sebastian Kraus vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist dafür, Bernhard Rohleder vom Digitalverband Bitkom dagegen.
06.02.2025 | 10:12 minHomeoffice allein löst demografisches Problem nicht
Besonders stark ist die Auswirkung der Studie zufolge in den USA: Wenn beide Partner mindestens einmal die Woche im Homeoffice arbeiten, sind die Geburten pro Frau um 18 Prozent höher.
"Eine Anhebung der Homeoffice-Quote auf das US-amerikanische Niveau könnte für 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr in Deutschland sorgen", fügte Dolls hinzu. Mehr Homeoffice allein könne das demografische Problem zwar nicht lösen. "Es kann aber ein Baustein sein, um den Trend sinkender Geburtenraten etwas abzumildern."
Auch im Jahr 2024 ist die Geburtenrate in Deutschland gesunken. Mit rund 677.000 Neugeborenen sank die Zahl um zwei Prozent zu den Geburten im Vorjahr.
17.07.2025 | 0:20 minHomeoffice aus Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken
Im Februar arbeiteten 24,3 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause aus, ergab eine Ifo-Umfrage. Im März 2021 wurde der Höchstwert mit 32,3 Prozent erreicht, im August 2024 der niedrigste mit 23,4 Prozent.
Während der Corona-Pandemie galt zeitweise eine Homeoffice-Pflicht in Deutschland, mit der die Virus-Ausbreitung eingedämmt werden sollte. Das hat dazu beigetragen, das Arbeiten von zu Hause aus zu verbreiten.
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20.03.2025 | 44:35 minGrundlage der Ergebnisse sind Umfragedaten für 38 Länder aus der internationalen Studienreihe Global Survey of Working Arrangements. Die Analyse konzentriert sich auf Befragte im Alter von 20 bis 45 Jahren. Die Forscher erfassten dabei den Zusammenhang zwischen Homeoffice-Quoten und der tatsächlichen Geburtenziffer zwischen 2023 und 2025, dem Kinderwunsch sowie der Geburtenrate über den gesamten Lebensverlauf.
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