Moderna und Merck:mRNA-Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs: Erfolgreiche Studie
Ein neuartiger mRNA-Hautkrebs-Impfstoff zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs hat in einer Phase-3-Studie positive Ergebnisse gezeigt. Merck und Moderna prüfen Zulassungsanträge.
Die Pharma-Unternehmen Merck und Moderna melden positive Studienergebnisse: Ein personalisierter mRNA-Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs könnte mit einer Immuntherapie das Rückfallrisiko senken.
19.08.2026 | 0:33 minDen US-Pharmakonzernen Merck und Moderna ist möglicherweise ein Durchbruch bei mRNA-Impfstoffen gegen Krebs gelungen: Die letzte Phase der klinischen Studien zu einem therapeutischen Impfstoff für Patienten mit schwarzem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium habe positive Ergebnisse gezeigt, teilten die Unternehmen mit.
Dies ist die erste Bekanntgabe von positiven Phase-3-Ergebnissen für eine mRNA-basierte Krebstherapie
Gemeinsame Erklärung von Merck und Moderna
Kann eine mRNA-Impfung Krebs aufhalten oder sogar verhindern? Dr. Christoph Specht erklärt den Ansatz des Impfstoffes und welche Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllt sein müssen.
03.06.2026 | 5:44 minmRNA-Therapien gegen Krebs in der Entwicklung
Forscher arbeiten schon seit Längerem an der Entwicklung von mRNA-Therapien gegen Krebs. Der neue Impfstoff namens Intismeran Autogene basiert auf derselben Technologie, die auch den Covid-19-Impfstoffen zugrunde liegt. Anders als vorbeugende Impfstoffe werden therapeutische Impfstoffe hingegen zur Behandlung bereits bestehender Erkrankungen genutzt.
Intismeran Autogene in Kombination mit Pembrolizumab – ein Immuntherapeutikum und die derzeitige Standardtherapie bei schwarzem Hautkrebs – verhindere das Wiederauftreten von Melanomen und die Ausbreitung des Krebses auf andere Organe, erklärten die US-Unternehmen.
Rückfälle sind bei schwarzem Hautkrebs keine Seltenheit. Forschende entwickeln eine individuelle Impfung, die dem Immunsystem helfen soll, Krebszellen frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.
03.06.2026 | 3:19 minEin "Meilenstein" in der Behandlung von schwarzem Hautkrebs
Die Studie dauerte etwa ein Jahr. Dabei wurden 1.137 Patienten nach der operativen Entfernung ihrer Tumore in zufällige Gruppen aufgeteilt. Zwei Drittel von ihnen bekamen die neue Therapie in Kombination mit Pembrolizumab, die anderen wurden ausschließlich mit Pembrolizumab behandelt.
"Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab hat das Potenzial, ein neues Behandlungsparadigma in der adjuvanten Melanomtherapie zu etablieren und dazu beizutragen, dass Patienten länger krebsfrei bleiben", erklärte die Studienleiterin Georgina Long. Die medizinische Direktorin des Melanoma Institute Australia sprach von einem "Meilenstein in der adjuvanten Behandlung" von schwarzem Hautkrebs.
Studien zeigen, dass therapeutische mRNA-Impfstoffe in Kombination mit einer Immuntherapie besser wirken. Denn: Krebszellen können sich gut tarnen, sodass sie vom Immunsystem nicht bekämpft werden. Eine Immuntherapie mit sogenannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren versucht das zu verhindern. Diese erkennen spezielle Checkpoints auf den Krebszellen und blockieren sie. Die Folge: Das Immunsystem identifiziert die Krebszellen als Gegner und kann sie zerstören.
An der Universitätsmedizin Dresden wird eine neue Zelltherapie gegen schwarzen Hautkrebs erprobt. Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht erklärt die Chancen der Behandlung.
15.07.2026 | 6:00 minZulassung soll im nächsten Schritt beantragt werden und beflügelt die Aktien
Die Pharma-Konzerne kündigten an, ihre Ergebnisse auf einer bevorstehenden internationalen Konferenz vorzustellen und Anträge auf Zulassung bei den zuständigen Aufsichtsbehörden einzureichen.
Die Nachricht ließ die Moderna-Aktie um 128 Prozent auf 143 Dollar (rund 123 Euro) steigen. Die Merck-Aktie legte um mehr als zehn Prozent auf 149,50 Dollar zu.Das Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bekannt, ist eine der gefährlichsten Formen von Hautkrebs. Im Jahr 2022 wurden weltweit mehr als 330.000 neue Fälle diagnostiziert.
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