Gürtelrose-Impfung für Risikogruppen schon ab 18 Jahren empfohlen

Neue Empfehlung:Gürtelrose-Impfung für Risikogruppen schon ab 18 Jahren

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Bisher wurde Menschen mit erhöhtem Risiko eine Gürtelrose-Impfung ab 50 Jahren empfohlen. Jetzt wird das Alter auf 18 gesenkt. Die Impfung hat einen weiteren positiven Effekt.

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass. (Symbolbild)

Die Impfung gegen Gürtelrose wird Menschen mit erhöhtem Risiko ab sofort bereits ab 18 Jahren empfohlen - statt wie bisher ab 50 Jahren.

13.02.2026 | 0:42 min

Die Impfung gegen Gürtelrose wird Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko bereits ab 18 statt wie bisher ab 50 Jahren empfohlen. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) trat an diesem Freitag in Kraft.

Ein erhöhtes Risiko gibt es demnach bei einer schwer ausgeprägten chronischen Grunderkrankung wie Diabetes, Niereninsuffizienz, Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma oder der Lungenerkrankung COPD sowie bei Immunschwäche.

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Gürtelrose kann zu Nervenschäden führen

Als Standardimpfung gilt die Impfung weiterhin für alle Menschen ab 60 Jahren. Empfohlen werde eine zweimalige Impfung im Abstand von mindestens zwei bis maximal sechs Monaten mit einem Totimpfstoff, hieß es.

Die Impfung richtet sich gegen das Varizella-Zoster-Virus, das beim Menschen Windpocken hervorrufen und dann lebenslang im Körper schlummern kann. Bei älteren Menschen oder solchen mit geschwächtem Immunsystem kann das Virus reaktiviert werden und Gürtelrose verursachen, einen oft sehr schmerzhaften Hautausschlag. Möglich sind zudem über Monate oder Jahre anhaltende, schmerzhafte Nervenschäden, Sehkraft- oder Hörminderungen sowie eine Lähmung des Gesichtsnervs.

Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Eine Spritze liegt auf einem Impfpass in Vorbereitung auf eine Schutzimpfung gegen Masern.

In Deutschland ist seit 2020 eine Masernimpfung für bestimmte Altersgruppen Pflicht. Aktuell sind erst 77 Prozent der Kinder bis zum zweiten Lebensjahr vollständig geimpft.

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Gürtelrose-Impfung soll Risikogruppen schützen

Für immungeschwächte Menschen, solche mit Autoimmunerkrankungen oder mit schweren Ausprägungen bestimmter chronischer Grunderkrankungen besteht laut Ständiger Impfkommission (Stiko) unabhängig vom Alter ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Auch das Risiko für schwere Krankheitsverläufe sowie für Folgeerkrankungen sei größer als bei Immungesunden.

Leichte oder unkomplizierte beziehungsweise medikamentös gut kontrollierte Formen chronischer Grunderkrankungen bei Menschen zwischen 18 und 59 Jahren sind nach Einschätzung der Stiko nicht mit deutlich erhöhten Risiken verknüpft. Für sie gilt die Empfehlung daher nicht. Nach bisherigem Kenntnisstand halte die Schutzwirkung der Impfung mindestens zehn Jahre an, hieß es.

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Impfung gegen Gürtelrose kann auch vor Demenz schützen

Jüngeren Forschungsergebnissen zufolge - die für den G-BA-Beschluss keine Rolle spielten - gibt es einen Nebeneffekt: Impfungen gegen Gürtelrose können offenkundig zumindest bei Frauen das Risiko vermindern, eine Demenz zu bekommen, und den Verlauf einer Demenz verzögern.

Die Ergebnisse beruhen auf Lebendimpfung mit abgeschwächten Herpes-Zoster-Viren - ein Impfstoff, der in Deutschland nicht mehr genutzt wird. Es gibt Hinweise darauf, dass der hierzulande empfohlene Totimpfstoff (Handelsname Shingrix) sogar noch besser vor Demenz schützen könnte.

Quelle: dpa
Über dieses Theme berichtet ZDFheute Xpress am 13.02.2026 um 17:16 Uhr in dem Beitrag "Gürtelrose-Impfung ab 18 Jahren empfohlen".

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