Im Schnitt 1,32 Kinder je Frau: Geburtenrate weiter gesunken

Im Schnitt 1,32 Kinder je Frau:Geburtenrate so niedrig wie seit fast 30 Jahren nicht mehr

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In Deutschland bekommen Frauen immer weniger Kinder. Die Geburtenrate ist 2025 erneut gesunken. Die Unterschiede zwischen Ost und West sind groß - ein Bundesland sticht hervor.

Eine Mutter stillt ihr Baby zu Hause.

Deutschlands Geburtenrate fällt 2025 auf 1,32 Kinder je Frau - der niedrigste Stand seit 1997. Regional gibt es große Unterschiede. Niedersachsen ist seit 2018 das geburtenreichste Bundesland.

01.07.2026 | 0:26 min

Die Geburtenrate in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1997 gefallen. Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,32 Kindern je Frau, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Sie fiel damit um 2,7 Prozent niedriger aus als 2024 mit 1,35 und sinkt seit 2022 kontinuierlich.

So hat sich die Geburtenrate entwickelt

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Wenig Geburten in den 90ern - kleine Generation potenzieller Eltern

Zuletzt fiel die Geburtenrate vor knapp 20 Jahren mit 1,33 auf ein ähnlich geringes Niveau. "Noch niedriger lag sie Mitte der 1990er-Jahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau", erklärten die Statistiker.

Die damals Geborenen bilden nun die relativ kleine Generation potenzieller Eltern. Die Zahl der Geburten fiel daher im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit: Nach endgültigen Berechnungen wurden 2025 in Deutschland nur noch 654.241 Kinder geboren, so die Statistiker. Ursprünglich hatte das Bundesamt etwa 654.300 Geburten errechnet.

Immer weniger Geburten

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Am wenigsten Kinder kommen in Sachsen zur Welt

Laut den Daten gibt es auch Unterschiede zwischen den Bundesländern: Die niedrigste zusammengefasste Geburtenziffer - so der statistische Begriff - wurde vergangenes Jahr mit 1,16 Kindern je Frau in Sachsen errechnet, die höchste mit 1,38 in Niedersachsen. Niedersachsen ist der Statistik zufolge bereits seit 2018 das Land mit der höchsten Geburtenhäufigkeit, hieß es. Allerdings sank auch hier die Geburtenziffer zum ersten Mal seit 16 Jahren unter 1,40.

Und wie steht es zwischen Ost und West?

Die Geburtenhäufigkeit in den östlichen Flächenländern war mit 1,22 Kindern je Frau geringer als in den westlichen Bundesländern mit 1,34 Kindern je Frau.

Statistisches Bundesamt

Am höchsten in Ostdeutschland war die Geburtenrate in Brandenburg (1,30).

Geburten finden später im Leben statt

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Rückgang bei deutschen und bei ausländischen Frauen

Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit betrug die Geburtenrate 1,20 Kinder - ein ähnlich niedriger Wert wurde den Angaben zufolge zuletzt vor knapp 30 Jahren im Jahr 1996 gemessen, als eine Frau im Schnitt 1,22 Kinder bekam. Im Vorjahresvergleich ging die Geburtenrate um 2,8 Prozent zurück.

Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag die Geburtenrate bei 1,78 Kindern, das entspricht einem Minus von 3,3 Prozent. "Die Geburtenhäufigkeit der ausländischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurück", erklärte das Bundesamt.

Geburtenrate: "Spätes Erstgeburtenalter"

Sehen Sie hier das Interview mit Prof. Jutta Allmendinger zur sinkenden Geburtenrate.

30.04.2026 | 5:54 min

Quelle: Reuters, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Deutsche Geburtenrate erreicht tiefsten Stand seit 1997" am 01.07.2026 um 08:57 Uhr.

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