Geburtenrate in Deutschland: Warum es immer weniger Geburten gibt

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Entwicklung der Geburtenzahlen:Warum in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden

von Marie Ries

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Die Geburtenzahlen in Deutschland sind auf dem niedrigsten Stand seit 1946. Woran das liegt - und wie stark Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Eltern halten einen Säugling auf dem Arm

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist 2025 auf ein Rekordtief gesunken.

28.04.2026 | 0:28 min

Etwa 654.300 Kinder sind 2025 in Deutschland auf die Welt gekommen. Das ist laut Statistischem Bundesamt die niedrigste Zahl seit 1946. Die Behörde veröffentlicht die Zahlen ab 1950 in einer Zeitreihe:

Immer weniger Geburten

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Die Gründe für den Rückgang sind vielschichtig - die Entwicklung an sich sei aber erwartbar, erklärt Dr. Carmen Friedrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Zum einen hänge dies mit der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter zusammen. "Die Geburtsjahrgänge der Neunzigerjahre waren vergleichsweise klein. Das heißt, dass es jetzt weniger Frauen gibt, die Kinder bekommen", sagt Friedrich.

Aber auch die zusammengefasste Geburtenziffer - also die durchschnittliche Zahl von Kindern pro Frau, oft auch als Geburtenrate bezeichnet - sinkt. Diese Geburtenrate wird nicht direkt von der Zusammensetzung der weiblichen Bevölkerung beeinflusst.

So entwickelt sich die Geburtenrate

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Frauen bekommen später Kinder

Dass nicht nur die Geburtenzahl, sondern auch die Geburtenrate sinkt, hat unter anderem mit dem Zeitpunkt zu tun, zu dem Frauen heute Kinder bekommen, erklärt Jutta Allmendinger, Soziologin und Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, im ZDF-Morgenmagazin.

Geburtenrate: "Spätes Erstgeburtenalter"

Sehen Sie hier das Interview mit Prof. Jutta Allmendinger zur sinkenden Geburtenrate.

30.04.2026 | 5:54 min

Die Geburtenzahlen in höheren Altersgruppen liegen deutlich höher als noch 15 Jahre zuvor. Auch das Durchschnittsalter von Frauen bei Geburt des ersten Kindes ist zwischen 2009 und 2024 von 28,8 Jahren auf 30,4 Jahre gestiegen.

Geburten finden später im Leben statt

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Damit sei die Spanne, in der Frauen noch weitere Kinder bekommen können, relativ kurz. "Von daher bekommen sie weniger Kinder, auch als sie eigentlich wollen", so Allmendinger.

So viele Kinder wünschen sich Frauen und Männer

Wie aber entwickeln sich die Kinderwünsche der Bevölkerung? Dieser Frage geht Carmen Friedrich unter anderem in ihrer Forschung nach.

Gleich bleibende Kinderwünsche

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Die Zahlen zeigen: Kinderwünsche von Frauen und Männern sind zuletzt stabil geblieben. Viele hätten am liebsten zwei oder drei Kinder. Rechnerisch ergibt das 2,2 Kinder im Durchschnitt.

Wie passt das mit der sinkenden Geburtenrate zusammen, die 2024 bei 1,35 lag? Laut Friedrich sehen Forschende Zusammenhänge mit der aktuellen Weltlage und Krisen - auch in Form wachsender finanzieller Sorgen.

Die meisten jungen Frauen und Männer möchten auf jeden Fall Kinder. Es ist wichtig, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese Kinderwünsche auch gut erfüllt werden können.

Dr. Carmen Friedrich, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Wichtig sei dabei unter anderem das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa durch verlässliche Kinderbetreuung oder höheres Elterngeld.

Redaktion: Kathrin Wolff

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Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 30.04.2026 ab 05:30 Uhr

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