Pelicot nach Missbrauch: Habe das Recht glücklich zu sein

Nach jahrelangem Missbrauch:Pelicot: Habe das Recht glücklich zu sein

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Die Französin Gisèle Pelicot wurde über viele Jahre unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Warum sie ihr Recht auf Glück betont und wie sie andere Opfer ermutigen will.

Porträt von Gisèle Pelicot

Seit sie den Vergewaltigungsprozess gegen ihren Ex-Mann öffentlich führen ließ, gilt Gisèle Pelicot als Symbolfigur. Nun sind ihre Memoiren weltweit erschienen.

17.02.2026 | 1:43 min

Trotz jahrelangen Missbrauchs lässt die Französin Gisèle Pelicot wieder Glücksgefühle bei sich zu. "Heute erlaube ich mir, glücklich zu sein. Ich habe ein Recht darauf", sagte Pelicot in der ARD-Sendung "Maischberger".

Man darf nicht vergessen: Das Leben ist vergänglich. Deshalb darf man auch nicht vergessen, glücklich zu sein.

Gisèle Pelicot

Als Opfer einer Vergewaltigung durchlebe man extreme Einsamkeit. "Ich kann es gut verstehen, wenn Opfer sich nicht trauen, Anzeige zu erstatten, sogar, wenn sie Beweise haben", so Pelicot.

Aber sie dürfen auf keinen Fall ihr Selbstvertrauen verlieren, denn das wäre eine doppelte Strafe.

Gisèle Pelicot

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Ex-Mann zu 20 Jahren Haft verurteilt

Gisèle Pelicot war von ihrem damaligen Mann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden. 2024 wurde ihr Ex-Mann zu 20 Jahren Haft verurteilt.

50 zumeist wegen schwerer Vergewaltigung mitangeklagte Männer verurteilte das Gericht zu Haftstrafen zwischen drei und 15 Jahren.

Es war ein Prozess gegen die Feigheit und gegen das Leugnen. Genau das strahlten diese Männer aus. Vergewaltigung war für diese Männer kein Verbrechen.

Gisèle Pelicot

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Gisèle Pelicot wurde durch ihr entschiedenes Auftreten und ihre Entscheidung, den Prozess nicht hinter verschlossenen Türen zu führen, in Frankreich zum feministischen Vorbild.

Im Februar erschienen Pelicots Memoiren "Eine Hymne auf das Leben".

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete heute am 17.02.2026 ab 19 Uhr.

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