"Ernsthafte Sicherheitsbedenken":Morddrohungen: Collien Fernandes sagt Demo-Teilnahme ab
Aus Sicherheitsgründen will Collien Fernandes auf die Teilnahme an einer Demo für die Opfer sexualisierter Gewalt verzichten. Die Moderatorin berichtet von Morddrohungen gegen sie.
Über Jahre hinweg wurden Deep-Fakes mit pornographischen Inhalten von einem Fake-Profil von Collien Fernandes verschickt.
20.03.2026 | 1:04 minDie Moderatorin Collien Fernandes will anders als zunächst beabsichtigt am Donnerstag im Hamburg nicht an einer Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt teilnehmen. "Eigentlich plante ich dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich", schrieb Fernandes auf der Plattform Instagram.
"Ist das Eure Art, liebe Frauenhasser, damit umzugehen? Wie sollen denn Frauen künftig den Mut haben, aufzubegehren, wenn das Eure Antwort ist - man so mundtot gemacht wird?", fügte sie hinzu.
Collien Fernandes zur Demo-Teilnahme in Hamburg:
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Bei der Demonstration in Hamburg werden Tausende Menschen erwartet. Nach Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Die Kundgebung auf dem Rathausmarkt soll demnach bis 19 Uhr dauern. Am vergangenen Sonntag waren bereits in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen.
Mehrere tausend Menschen haben in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt demonstriert. Am Brandenburger Tor forderten sie mehr Schutz für Betroffene und strengere Gesetze.
23.03.2026 | 2:53 minFernandes hat Anzeige erstattet
Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte.
Fernandes hat auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Das Verfahren befinde sich noch in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium, sagte sie am 19. März.
Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung" handle. Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet".
Die Spur zeigt, wer mit Deepfake-Pornos Geld verdient und warum Plattformen und Gesetze Betroffene kaum schützen.
11.12.2024 | 28:28 minMehr zum Thema digitale Gewalt
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