Wal Timmy: Greenpeace sieht kaum Überlebenschancen

Wal vor der Insel Poel:Greenpeace: Kaum Überlebenschancen für Buckelwal Timmy

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Ein Sprecher von Greenpeace schätzt die Überlebenschancen des gestrandeten Buckelwals bei einem erfolgreichen Rettungsversuch als gering ein. Das Tier sei stark geschwächt.

Der Buckelwal vor der Insel Poel schlägt mit seiner Schwanzflosse. Aufgenommen am 17.04.2026 in Kirchdorf auf der Insel Poel.

Retter versuchen weiterhin, dem gestrandeten Buckelwal zu helfen. Wann der geplante Transport in die Nordsee erfolgen kann, hängt vom Zustand des Tieres ab.

18.04.2026 | 0:22 min

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht wenig Chancen für eine Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Wals durch die private Initiative. "Die Chancen, dass er in der Nordsee landet und dort frei schwimmt, sind gering", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass der Wal dort ertrinken wird, weil er so geschwächt ist.

Die Überlebenschancen des Tieres bei einem erfolgreichen Rettungsversuch seien demnach gering. Das gelte erst recht für die Möglichkeiten des Wals im Atlantik - sollte er dorthin gelangen.

Wal durch verschiedene Faktoren geschwächt

Der tonnenschwere Meeressäuger werde durch verschiedene Faktoren geschwächt. Der Wal könne aktuell keine Nahrung aufnehmen und hungere - der Ernährungszustand sei entsprechend schlecht, sagte der Umweltschützer.

Helfer kümmern sich weiterhin um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee

Viele Menschen bauen eine emotionale Bindung zu dem seit Tagen festliegenden Wal auf, andere protestieren gegen den Klimawandel. Der Wal ist zu einer Projektionsfläche geworden.

17.04.2026 | 2:38 min

Hinzu kommen die Reste eines Netzes im Maul des Wals:

Wir wissen nicht, was mit dem Netz ist, möglicherweise ist es in die Haut eingewachsen oder er hat Teile verschluckt - das wissen wir nicht.

Sprecher der Umweltschutzorganisation Greenpeace

Das Grafikvideo erklärt grafisch, wie der Wal Timmy in der Ostsee gerettet werden soll.

Eine private Initiative will den gestrandeten Buckelwal bergen und in die Nordsee bringen - der Rettungsversuch als 3D-Animation.

16.04.2026 | 0:26 min

Wasser in der Lunge des Wals vermutet

Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dadurch sei die Atmung beeinträchtigt und der Sauerstoff-Austausch über die Lungenoberfläche stark eingeschränkt, sagte der Sprecher. Dadurch werde das ohnehin durch Hautkrankheiten geschwächte Tier zusätzlich beeinträchtigt.

Dieser Wal ist so schwach, dass er sich entschieden hat, dort liegenzubleiben.

Sprecher der Umweltschutzorganisation Greenpeace

gestrandeter Wal vor Poel

Die Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Wals wird fortgesetzt. Wie die Aktion ausgeht, ist derzeit offen.

17.04.2026 | 1:27 min

Greenpeace beteiligt sich nicht an Rettungsaktion

Den Transport schätzt er als riskant ein. "Ich weiß nicht, ob dieser Schleppverband den weiten Weg in die Nordsee übersteht - das ist nicht ohne." Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion, denn nach den vorliegenden Informationen sei der Wal krank und stark geschwächt, so eine Sprecherin.

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17.04.2026 | 2:38 min

Wal bereits mehrfach gestrandet

Bislang hatten Experten erklärt, dem geschwächten Buckelwal könne nicht sinnvoll geholfen werden, und es sei das Beste, ihn in Ruhe und Würde sterben zu lassen. Das Tier war bereits mehrfach gestrandet. Der Wal liegt am Samstag bereits den 19. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht fest.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Mittwoch überraschend grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal gegeben. Die Verantwortung für die neue Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten im ZDF mehrere Sendungen, unter anderem das heute journal am 17.04.2026 ab 22:00 Uhr.

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