Bischofskonferenz: Bätzing gibt Vorsitz an

Keine zweite Amtszeit:Bätzing gibt Vorsitz der Bischofskonferenz ab

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Sechs Jahre stand Georg Bätzing an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz. Nun erklärt der Limburger Bischof, dass er für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehe.

Hessen, Fulda: Bischof Georg Bätzing, Archivbild

Der Limburger Bischof Georg Bätzing wird im Februar den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz abgeben. Nach sechs Jahren stehe er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung.

19.01.2026 | 0:15 min

Der Limburger Bischof Georg Bätzing wird im Februar nicht wieder für den Vorsitz der katholischen Deutschen Bischofskonferenz kandidieren. Das teilte die Bischofskonferenz am Montag in Bonn mit.

Bätzing war vor sechs Jahren zum Nachfolger des Münchner Erzbischofs Kardinal Reinhard Marx gewählt worden. Nach nur einer Amtszeit verzichtet der 64-Jährige nun auf eine erneute Kandidatur bei der Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe, die vom 23. bis 26. Februar in Würzburg stattfindet.

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Limburger Bischof Georg Bätzing ruft zu mehr Gemeinsinn und Dialog auf. „Wir müssen mehr zusammenhalten“, so Bätzing.

23.12.2025 | 5:03 min

Bätzing: "Sechs intensive Jahre"

In einem Brief an seine Kollegen schrieb Bätzing, er wolle mit dieser frühen Entscheidung Raum für gute und sorgfältige Überlegungen im Vorfeld der Wahl schaffen.

Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden.

Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Für die anstehende Wahl wünsche er der Konferenz weiterhin "den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen - um miteinander den Gläubigen in unserem Land und vielen mehr die Freude des Glaubens zu bezeugen".

Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg im Westerwald auf. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Trier und Freiburg wurde er 1987 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Klausen und Koblenz, ehe er 1990 die stellvertretende Leitung des Bischöflichen Priesterseminars in Trier übernahm. Von 1996 bis 2010 war Bätzing dann für die Priesterausbildung im Bistum Trier verantwortlich. Seit dem 1. November 2012 leitete er als Generalvikar das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. Am 1. Juli 2016 ernannte ihn Papst Franziskus zum 13. Bischof von Limburg. Er folgte an der Spitze des Bistums auf Franz-Peter Tebartz-van Elst.


Der Limburger Bischof betonte weiter: "Es waren sechs intensive Jahre, in denen wir Bischöfe gemeinsam mit vielen anderen aus dem Volk Gottes einiges bewegen und für eine tragfähige Zukunftsgestalt von Kirche in unserem Land realisieren konnten." Nun sei es Zeit, die die Leitung der Bischofskonferenz in andere Hände zu legen.

Widerstand gegen Reformer Bätzing

Gegen Bätzing gab es innerhalb der Bischofskonferenz seit längerer Zeit Widerstand. Der 64-Jährige ist entschiedener Befürworter eines Reformkurses in der katholischen Kirche. Er machte sich zum Beispiel dafür stark, dass Frauen Diakoninnen werden dürfen - eine Vorstufe zum Priesteramt.

Bischof Georg Bätzing

Der neue Papst habe deutlich gemacht, wie wichtig Frieden, Verständigung und Gespräche seien, so Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

09.05.2025 | 4:44 min

Auch wollte er sogenannte Laien - normale Gläubige ohne klerikales Amt - stärker an Entscheidungen beteiligen. Von vielen reformorientierten Kirchenmitgliedern etwa aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wird Bätzing dafür sehr geschätzt.

Gleichzeitig zog sich Bätzing mit diesem Reformkurs den Unmut konservativer Bischöfe wie Kardinal Rainer Maria Woelki aus Köln oder Rudolf Voderholzer aus Regensburg zu.

Antje Pieper im Gespräch mit Georg Bätzing

Für Georg Bätzing ist es berührend, dass der Papst gerade an dem Tag stirbt an dem die Christen das Leben über den Tod hinaus feiern, die Auferstehung.

21.04.2025 | 3:16 min

Aber auch im Lager der Gemäßigten gab es manchmal Irritation darüber, dass sich Bätzing mit markanten Äußerungen in umstrittenen Themenfeldern positionierte.

Ihm wurde vorgeworfen, dies zu tun, ohne vorher geprüft zu haben, ob es dafür schon eine tragfähige Mehrheit gab. Zudem galt Bätzing als nicht besonders gut vernetzt im Vatikan.

Quelle: KNA, epd, dpa
Über dieses Thema berichtete die Xpress-Sendung am 19.01.2026 um 15 Uhr.

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