Krebs: Wenn nach der Heilung die Angst bleibt
Viele Menschen haben eine Krebserkrankung besiegt.
Aber auch nachdem sie geheilt sind, haben sie oft Angst.
Sie machen sich Sorgen, dass der Krebs zurückkommt.
Während der Behandlung wollen viele Menschen nur überleben.
Erst danach merken sie, was sie alles durchgemacht haben.
Die Arzt-Termine hören auf.
Das Klinik-Team und andere Patienten sind nicht mehr da.
Dann können folgende Probleme kommen:
- Ängste
- Panik-Attacken
- Depressionen
Isabelle Scholl ist Professorin für Psycho-Onkologie.
Psycho-Onkologie ist ein Fachgebiet, das sich mit den seelischen Auswirkungen von Krebs beschäftigt.
Isabelle Scholl sagt: Viele merken, dass nicht alles wie früher ist, nachdem man den Krebs behandelt hat.
Die Seele braucht Zeit, das zu verstehen.
Oft kommt die Angst, dass der Krebs zurückkommt.
Das nennt man Progredienz-Angst.
Was ist Progredienz-Angst?
Progredienz-Angst ist die Angst, dass der Krebs schlimmer wird.
Oder dass der Krebs wiederkommt.
Diese Angst ist normal, wenn man Krebs hatte.
Etwa die Hälfte der Menschen, die Krebs hatten, haben diese Angst.
Die Angst kann lange bleiben.
Sie wird oft stärker, wenn man wieder zum Arzt muss.
Seelische Last nach Krebs ist unterschiedlich
Viele Menschen überleben Krebs.
Nicht alle leiden danach gleich stark unter seelischen Problemen.
Frauen leiden öfter darunter als Männer.
Jüngere Menschen haben ein höheres Risiko.
Nicht jeder sucht sich Hilfe.
Männer und ältere Menschen suchen seltener Hilfe.
Ein Drittel der Menschen fühlt sich auch fünf Jahre später noch als Krebs-Patienten.
Viele wünschen sich, dass alles wieder wie früher wird.
Isabelle Scholl sagt: Dieser Wunsch kann Druck machen.
Doch die meisten finden mit der Zeit einen neuen, guten Alltag.
Wann man Hilfe suchen sollte
Man sollte Hilfe suchen, wenn Probleme den Alltag dauerhaft schwer machen.
Zum Beispiel bei:
- Ängsten oder Panik-Attacken
- Schlaf-Störungen
- Traurigkeit, keiner Freude oder keinem Antrieb
- wenn man denkt, den Alltag nicht mehr zu schaffen
Lücken bei psychologischer Nachsorge
Spezielle Krebs-Zentren untersuchen, ob Krebs-Patienten seelische Probleme haben.
Das passiert während der Behandlung.
Aber für die Zeit nach der Behandlung gibt es keine solche Untersuchung.
Isabelle Scholl sagt: Wenn man in Deutschland nachsorgt, achtet man vor allem auf den Krebs selbst.
Man beachtet seelische Probleme weniger und Patienten müssen sich oft selbst um Hilfe kümmern.
Gezielt begleiten durch Nachsorge-Programme
Die Deutsche Krebs-Hilfe fördert spezielle Programme.
Sie heißen Survivorship-Programme.
Survivorship-Programme sind Angebote, die Menschen nach einer Krebs-Erkrankung unterstützen.
Sie helfen ihnen, mit den Folgen umzugehen und wieder ein gutes Leben zu führen.
Sie sollen auch helfen, seelische Probleme besser zu erkennen und gezielt zu begleiten, nachdem man behandelt wurde.
Auch der Krebsinformations-Dienst (KID) hilft Menschen mit den Folgen umzugehen, nachdem man einen Krebs behandelt hat.
Psychische Hilfe für Menschen nach Krebstherapie
Vielen Menschen hilft es, mit anderen Betroffenen zu sprechen.
Gruppen-Therapien oder Selbsthilfe-Gruppen können helfen.
Dort trifft man Menschen, die Ähnliches erlebt haben.
Isabelle Scholl sagt: Was gut tut, ist bei jedem Menschen anders.
Bei starken Ängsten kann eine Verhaltens-Therapie helfen.
Die Angst kann dann wie ein kleiner Rucksack werden.
Manchmal ist er da, aber man kann ihn auch wieder ablegen.
Dieser Text ist eine Übersetzung durch eine KI. Der Originaltext lautet "Leben nach dem Krebs: Wenn die Angst bleibt" und ist von Juliane Kussmann.