Källenius sieht wachsende Nische:Mercedes-Chef erwägt Einstieg in Rüstungsproduktion
Mercedes-Chef Ola Källenius hält einen Einstieg in die Rüstungsproduktion für denkbar. Sollte der Konzern "eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit", so Källenius.
Der Konzernchef sieht im Rüstungsgeschäft die Chance auf eine wachsende Nische.
Quelle: ImagoMercedes-Benz hat sich offen für einen Einstieg in die Rüstungsproduktion gezeigt. Ein solcher Schritt müsse jedoch wirtschaftlich sinnvoll sein, sagte Konzernchef Ola Källenius der Zeitung "Wall Street Journal", wie das Blatt am Freitagabend (Ortszeit) berichtete.
Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist völlig klar, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen muss.
Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz
"Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit", erklärte der Manager. Rüstungsgeschäfte würden im Vergleich zur Autoproduktion zwar nur einen kleinen Anteil ausmachen, könnten aber eine wachsende Nische sein, die zum Geschäftsergebnis beitrage, sagte Källenius weiter. Eine offizielle Stellungnahme von Mercedes-Benz lag zunächst nicht vor.
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15.05.2026 | 0:54 minDeutsche Autobauer sehen Chance in Rüstungsindustrie
Angesichts steigender Militärausgaben in Europa rückt die Rüstungsindustrie zunehmend als mögliches Wachstumsfeld in den Fokus deutscher Autobauer. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Ende April berichtet, dass Europas größter Autobauer Volkswagen Insidern zufolge derzeit mit dem israelischen Rüstungskonzern und dem Iron-Dome-Hersteller Rafael Advanced Systems über die Umrüstung seines Werks in Osnabrück für die Produktion von Raketenabwehrsystemen verhandelt. VW wies Pläne zum Bau von Waffen jedoch zurück.
Anfang der Woche hatte zudem der Rüstungskonzern Rheinmetall eine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zur Entwicklung eines Drohnen-Abwehrschilds bekanntgegeben.
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