Galeria sichert sich Millionen-Kredit - Filialen auf der Kippe

Weitere Filialen auf der Kippe:Gerettet bis 2029: Kriselnde Galeria erhält Millionenkredit

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Galeria verschafft sich Luft: Die angeschlagene Warenhauskette sichert sich für die weitere Sanierung einen Kredit über 160 Millionen Euro. Alle Filialen rettet das wohl nicht.

Schriftzug auf einem Gebäude eines Galeria Kaufhofs.

Galeria sichert sich ein Kreditlinie über 160 Millionen Euro bis 2029 und treibt den Umbau voran. Weitere Filialen stehen auf der Kippe.

25.06.2026 | 0:39 min

Galeria hat sich eine neue Finanzierung bis 2029 gesichert. Mit dieser im Rücken will der kriselnde letzte große deutsche Warenhauskonzern weitere Sanierungsschritte einleiten. "Die wirtschaftliche Grundlage der Neuausrichtung ist gelegt", sagte Finanzvorstand Norman Krotten.

Galeria hat eine besicherte Kreditlinie über bis zu 160 Millionen Euro mit Gordon Brothers vereinbart.

Norman Krotten, Finanzvorstand Galeria

Nordrhein-Westfalen, Essen: Fahnen vor der Firmenzentrale von Galeria Karstadt Kaufhof in Essen.

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hatte 2025 bekannt gegeben, welche 16 Standorte von der Schließung betroffen sind. Zudem verloren 1.400 Beschäftigte ihren Job.

27.04.2024 | 1:48 min

Konzentration auf profitable Warenhäuser

Bereits im kommenden Geschäftsjahr 2026/27 wolle der Warenhauskonzern im operativen Geschäft schwarze Zahlen schreiben. Dabei wolle sich Galeria auf profitable Warenhäuser konzentrieren, das Sortiment schärfen und sich stärker auf lokale Kundschaft ausrichten. Aber auch das Warenhausnetz solle "optimiert" werden. Zur Anzahl der Filialen, die auf der Kippe stehen, machte der Konzern keine Angaben.

Rene Benko steht mit verschränkten Armen im dunklen Anzug vor einer Wand mit einem silberfarbenen Relief. Er schaut ernst in die Kamera.

Nobelkaufhäuser, Prunkvillen, Milliardendeals und illustre Freunde – René Benko galt lange als Vorzeigeunternehmer. Dann stand er vor einem Scherbenhaufen. Wie konnte es so weit kommen?

10.06.2024 | 43:34 min

Galeria wolle nun weitere Gespräche mit Kommunen und Vermietern führen. Dabei gehe es auch um Mietkonditionen und die Verkleinerung von Flächen der Warenhäuser. Die genaue Zahl der Filialen, die weiter betrieben werden, hänge von den Gesprächen ab.

Galeria gehört US-Investementgesellschaft NRDC

Im Sommer 2024 waren neun Galeria-Standorte geschlossen worden. Seitdem gehört der Warenhauskonzern der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Nach Verhandlungen mit den Vermietern konnte die Kette ihre Mietbelastung deutlich senken.

Gordon Brothers ist im Kosmos des Unternehmens kein unbekannter Name. Der Investor organisierte vor Jahren den Abverkauf in Kaufhof- und Karstadt-Filialen vor deren Schließung.

Galeria verfügt nach eigenen Angaben noch über 83 Filialen in 70 Städten und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter.

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Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Galeria bekommt Millionenkredit für Sanierung" am 25.06.2026 um 20:19 Uhr.

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