Cyberangriffe: Viele Aufzüge laut Tüv nicht ausreichend gesichert

Anfällig für Cyberangriffe:Tüv-Report: Viele Aufzüge sind nicht ausreichend gesichert

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Viele Aufzüge in Deutschland sind digital gesteuert und damit angreifbar für Cyberkriminelle. Laut dem Tüv-Verband weist ein Großteil der Anlagen Sicherheitsmängel auf.

Der Innenraum einen Fahrstuhls.

Aufzüge werden immer öfter digital gesteuert - damit sind sie ein potentielles Ziel für Angriffe von Cyberkriminellen. Laut einem Tüv-Bericht sind viele Anlagen nicht ausreichend davor geschützt.

17.03.2026 | 0:30 min

Aufzüge in Wohn- und Geschäftsgebäuden werden zunehmend digital gesteuert - und sind damit potenzielle Angriffsziele für Cyberkriminelle. Doch zu wenige Anlagen sind ausreichend dagegen geschützt, wie der Tüv-Verband in seinem aktuellen Anlagensicherheitsreport mitteilt. Demnach wiesen knapp zwei Drittel der untersuchten Aufzüge im vergangenen Jahr geringfügige Mängel auf. Das waren mehr als vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und sogar fast 22 Prozentpunkte mehr als 2023.

Anteil der Aufzüge mit Mängeln bei Haupt- und Zwischenprüfungen im Jahresvergleich

ZDFheute Infografik

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Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg seien Defizite bei der Cybersicherheit, betont der Tüv. "Die Betreiber sind seit mehreren Jahren dazu verpflichtet, entsprechende Schutzmaßnahmen umzusetzen und diese zu dokumentieren", hieß es. Fehle der Nachweis, führe das zu einem geringfügigen Mangel.

Hersteller und vor allem Betreiber sollten die Cybersicherheit ernst nehmen und ihren Pflichten nachkommen.

Anlagensicherheitsreport des Tüv-Verbandes

Vorstellung des BSI-Lageberichts 2025 durch Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt und Claudia Plattner, Praesidentin des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Haus der Bundespressekonferenz

Bei der Cybersicherheit in Deutschland gibt es trotz einiger Fortschritte immer noch erhebliche Schwachstellen, so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

11.11.2025 | 2:35 min

Hacker können Zugriff auf Aufzugsteuerung erlangen

Sind Aufzüge und deren Notrufsysteme mit dem Internet gekoppelt, sei es bei unzureichendem Schutz für Hacker gegebenenfalls sogar möglich, die Steuerung der Fahrprogramme zu sabotieren, erklärte Tüv-Verbandsgeschäftsführer Joachim Bühler.

Denkbar seien dann etwa ständiges Auf- und Abfahren ohne Halt oder von außen kontrollierte Fahrgeschwindigkeiten. In Gebäuden der kritischen Infrastruktur wie etwa in Krankenhäusern oder Behörden könne das ernsthafte Folgen haben.

Es ist kein Kavaliersdelikt, sich nicht um Cybersecurity zu kümmern.

Joachim Bühler, Geschäftsführer des Tüv-Verbandes

"Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen"

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 723.300 Aufzugsanlagen überprüft. Mehr als jeder zehnte Aufzug wies dabei sogenannte erhebliche Mängel auf. Bei 0,8 Prozent beziehungsweise 5.800 Anlagen wies der Tüv gar gefährliche Mängel auf. 3.000 dieser Aufzüge wurden unverzüglich stillgelegt, weil sie eine Gefahr für Leib und Leben darstellten.

Grund dafür waren unter anderem verschlissene Tragseile. "Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen", teilte der Tüv weiter mit. "Deren Zahl kann mit dem bewährten Zusammenspiel von regelmäßiger Wartung durch den Betreiber, unabhängiger Prüfung und behördlicher Überwachung auf einem Minimum gehalten werden."

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Viele Aufzüge kaum gegen Cyberangriffe geschützt" um 13.35 Uhr.
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