Bundesnetzagentur: Gasspeicher könnten für Winter reichen

Bundesnetzagentur gibt Entwarnung:Behörde: Gasspeicher könnten bereits für den Winter reichen

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Die Bundesnetzagentur sieht die Gasversorgung im Winter nicht in Gefahr. Die Speicher seien bereits gut gefüllt, zudem könnten LNG-Terminals und Pipelines zusätzliches Gas liefern.

Zahlreiche Rohre verlaufen an einer technischen Anlage zur Verdichtung von Erdgas auf dem Gelände des Erdgasspeichers Rehden der SEFE Storage GmbH.

Die Bundesnetzagentur sieht trotz vergleichsweise niedriger Füllstände die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Quelle: dpa

Die Bundesnetzagentur ist Bedenken entgegengetreten, dass Deutschlands Gasspeicher in diesem Winter nicht ausreichen könnten für die Gasversorgung. Behördenchef Klaus Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur in Bonn:

Wir haben jetzt schon etwas mehr Gas in den Speichern als wir im gesamten letzten Winterhalbjahr aus den Speichern entnommen haben.

Klaus Müller, Behördenchef der Bundesnetzagentur

"Und in den nächsten Wochen bleibt Zeit für weitere Einspeicherungen," erklärte Müller weiter.

sgs mainitz gasspeicher

Die derzeit vergleichsweise niedrigen Gasspeicher-Füllstände in Deutschland sorgen weiter für Diskussionen. Dazu eine Einschätzung von ZDF-Wirtschaftsexpertin Sina Mainitz.

08.09.2026 | 1:22 min

Gasspeicher-Füllstand im Vergleich zu den Vorjahren niedrig

Aktuell sind etwas mehr als 136 Terawattstunden Gas eingespeichert, das sind gut 55 Prozent ihrer Kapazitäten. Im gesamten letzten Winter wurden laut Netzagentur knapp 134 Terawattstunden entnommen.

Füllstand der deutschen Gasspeicher

ZDFheute Infografik

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Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Gasspeicher-Füllstand niedrig. Deswegen sind in den vergangenen Tagen Bedenken geäußert worden, dass die eingespeicherte Gasmenge möglicherweise nicht reicht bis zum Frühjahr. Auch die Möglichkeit von staatlich angeordneten Bestellungen wurde diskutiert - diese sind zwar möglich, dürften aber teuer werden.

Schaltgespräch Slomka Müller

Nur zu gut 50 Prozent sind die deutschen Gasspeicher derzeit gefüllt. Die Gashändler müssten ihrer Verantwortung gerecht werden, sagt der Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller.

20.08.2026 | 5:06 min

Verband sprach von "historisch niedrigen Füllständen"

Der Gasspeicher-Betreiberverband Ines sprach kürzlich von "historisch niedrigen Füllständen" und mahnte andere Regeln an, damit sich das Einspeichern von Gas wieder lohnt.

Der Vergleich mit Füllmengen der Vergangenheit ist aber etwas misslich, da es an Deutschlands Küsten inzwischen Schiffsterminals für Flüssigerdgas (LNG) gibt und dadurch Extrakapazitäten recht schnell vom Weltmarkt importiert werden können. Außerdem gibt es noch Pipelines etwa aus Norwegen.

Auf die Möglichkeit von LNG-Importen wies auch Behördenchef Müller hin: "Die LNG-Terminals haben zurzeit eine Auslastung von etwa 45 Prozent. Da sind ausreichend Kapazitäten, zusätzliches Gas zu importieren."

Niedersachsen, Friedeburg: Technische Anlagen zur Speicherung von Erdgas in unterirdischen Kavernen stehen auf dem Gelände der Speicherstation Etzel ESE. Solche Erdgasspeicher dienen dazu, Erdgas zwischenzuspeichern und Schwankungen bei Verbrauch, Importen und Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten auszugleichen.

Angesichts der geringen Füllstände der Gasspeicher warnen Verbraucherschützer vor steigenden Preisen. Die Sperrung der Straße von Hormus erschwert den Transport von Gas und Öl.

20.08.2026 | 2:54 min

Müller gegen einen staatlichen Eingriff

Ebenso wie das Bundeswirtschaftsministerium ist Müller derzeit nicht für einen staatlichen Eingriff. Vielmehr setzt er auf den freien Markt. "Es ist eine Aufgabe der Händler, die Speicher zu füllen", sagte der Behördenchef und betonte, dass die Händler Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken und Industriebetrieben haben.

"Diesen Verpflichtungen können sie über Lieferungen über Pipelines, LNG-Importe oder Ausspeicherungen nachkommen." Die müssten sie erfüllen und sorgten daher vor. "Staatliche Eingriffe wären in jedem Fall teuer", so Müller.

Wie sich der Gasverbrauch geändert hat

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDFheute journal am 08.09.2026 ab 21:45 Uhr.

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