FIFA-Investoren-Plan:UEFA droht FIFA mit WM-Boykott
Die UEFA und ihre Mitglieder lehnen den Verkauf von Anteilen der Fußball-WM an private Investoren ab und wollen FIFA-Turniere vorerst boykottieren. ZDFheute live ordnet ein.
Mitgliedsverbände der UEFA drohen FIFA mit möglichen WM-Boykott: Was das für zukünftige Turniere bedeutet - ZDFheute live.
Die UEFA-Mitgliedsländer haben einstimmig den Boykott von Weltmeisterschaften beschlossen - wegen der Pläne der FIFA zum Verkauf von Anteilen. Die WM dürfe "nicht als Anlageprodukt behandelt werden", schreibt die UEFA in einer Stellungnahme. "Kein Teil davon sollte jemals an private Investoren abgetreten werden."
Hintergrund ist ein von der FIFA geplanter milliardenschwerer Investoren-Deal: Dafür soll die neue Tochterfirma "FIFA Forward Enterprise" gegründet werden, die die großen Turniere organisieren würde. Das Unternehmen soll einen Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar haben. Investoren könnten rund 20 Prozent der Anteile erwerben. Die Pläne stoßen international auf Kritik. Für Diskussionen sorgt zudem die Beteiligung einer Investorengruppe um Joshua Kushner, den Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Wegen der engen Verbindung zu US-Präsident Trump steht Infantino schon länger im Fokus. Damit Infantinos Pläne in die Tat umgesetzt werden können, muss die Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände zustimmen.
Was bedeutet der geplante Boykott? Und welche Kritik gibt es an dem Plan der FIFA? Darüber spricht Alica Jung bei ZDFheute live mit ZDF-Sportreporter Nils Kaben und Sportökonom Christian Deutscher.