Krieg im Nahen Osten:Bleibt der Regime-Change in Iran aus?
Die US-Regierung rechtfertigt ihr Eingreifen in Iran seit Kriegsbeginn mit dem Ziel eines Regime-Changes. Wie es um die Erfolgschancen steht, ordnet ZDFheute live ein.
Das erklärte Kriegsziel der USA und Israels ist klar: Sie wollen einen Machtwechsel in Iran und das Ende des Mullah-Regimes. Kann das überhaupt gelingen?
Trotz bereits etlicher getöteter Regimevertreter Teherans blieb der Sturz der Mullahs bislang aus. Zuletzt erklärte Israels Verteidigungsminister Katz, der iranische Geheimdienstminister Chatib sei bei einem Angriff in der Nacht getötet worden.
Zudem habe Israel sein Militär ermächtigt, weitere hochrangige iranische Vertreter ohne erneute Rücksprache zu töten. Keine ranghohe Person des iranischen Machtapparats sei mehr sicher, so Katz.
Iran sieht sich derweil trotz der Verluste hochrangiger Führungsmitglieder nicht in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Die USA und Israel verstünden nicht, dass die Islamische Republik ein robustes politisches System sei, das nicht von einzelnen Personen abhänge, sagte Außenminister Araghtschi in einem Interview des Senders Al-Dschasira.
Wie stabil ist Irans Regime? Gibt es noch eine Opposition? Und ist ein Regime-Change überhaupt möglich? Darum geht es bei ZDFheute live mit Iran-Experte Cornelius Adebahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und ZDF-Reporterin Isabelle Tümena.
ist Iran-Experte von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Als selbstständiger Politikberater und Analyst fördert er in Berlin den Bürgerdialog über Außenpolitik und arbeitet zu europäischen und globalen Fragestellungen. Adebahr lebte zwischen 2011 und 2016 in Teheran, anschließend in Washington DC und von 2021 bis 2024 in Rom.
Mit Material von Reuters und dpa.