Olympia 2026: Kirty Coventrys Probleme vor dem Start

Neue IOC-Präsidentin :Coventrys Probleme vor Olympia-Start

von Jannik Schneider und Markus Harm, Mailand

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Elf Monate ist die ehemalige Olympiasiegerin Kirsty Coventry IOC-Präsidentin. Vor Beginn der Winterspiele in Italien muss sie gleich mit mehreren heiklen Themen umgehen.

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am 02.02.2026

In Kürze beginnen die olympischen Winterspiele in Italien. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry ist vor dem Start um ein positives Bild bemüht - keine leichte Aufgabe.

03.02.2026 | 1:40 min

Einen einfachen Job hat Kirsty Coventry nicht, seit sie im Juni 2025 zur Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und damit zur Nachfolgerin des mächtigen deutschen Thomas Bach gewählt wurde.

Bei der Abstimmung damals erhielt die 42-Jährige mit 49 Stimmen exakt die notwendige Stimmenanzahl für die absolute Mehrheit und schlug die teils deutlich erfahreneren Gegenkandidaten Sebastian Coe (Leichtathletik-Weltverbandschef) und Juan Antonio Samaranch junior.

Coventry war Bachs Favoritin

Coventry war Bachs Wunschnachfolgerin. Die Wahl sagte einiges über den Strippenzieher aus, doch den kompletten Rückhalt im IOC muss sich die ehemalige Topschwimmerin und zweimalige Olympiasiegerin erst noch verdienen.

Olympia Italien

In drei Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele in Norditalien. Vom Biathlon in Antholz bis zum Eishockey in Mailand in der Lombardei, treten die Athleten gegeneinander an.

03.02.2026 | 2:02 min

Diese Aufgabe geht sie in einer sportpolitisch äußerst heiklen Zeit durchaus mit Courage an. Zum Start der 145. IOC-Session in Mailand am Dienstagvormittag, drei Tage vor Start der Olympischen Winterspiele, sprach sie mehrmals von einem "Wechsel" für die Zukunft des IOC.

"Das wird nicht jedem gefallen", erklärte die Präsidentin aus Simbabwe. Gleichzeitig ist Coventry geo- und sportpolitisch in puncto Krisen-Kommunikation gefragt.

ICE-Einsatz in Italien beschäftigt das IOC

Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE sollen in Mailand zum Einsatz und Schutz der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance anreisen. Dass die Aufregung so groß wurde, hat nicht nur mit dem brutalen Vorgehen von ICE in den USA zu tun, sondern auch mit den zögerlichen Erklärungsversuchen aus Rom.

Leon Löwentraut | Künstler

In drei Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele. Jetzt schon kann man mitten in den Bergen ein Museum besuchen. Die Bilder von Leon Löwentraut sollen Sport und Kunst vereinen.

03.02.2026 | 1:49 min

Laut der "Süddeutschen Zeitung" soll nicht der operative Arm von ICE, die sogenannten Enforcement and Removal Operations (ERO), sondern Ermittler einer anderen Abteilung von ICE, der Homeland Security Investigations (HSI), zum Einsatz kommen und unterstützend und eher vom Schreibtisch aus Informationen liefern.

Zeitgleich taucht der Chef der nächsten Sommerspiele in Los Angeles 2028, Casey Wasserman, mehrfach in den sogenannten Epstein-Unterlagen auf. Es geht um persönliche Mails zwischen Wasserman und der mehrmals verurteilten "Sex-Trafficerin" Ghislaine Maxwell. Wasserman hat bereits eine Entschuldigung publiziert.

Coventry: "Alles, was von Olympia ablenkt, ist traurig"

"Ich denke, alles, was von Olympia ablenkt, ist traurig. Aber wir haben über die Jahre gelernt, dass im Vorfeld der Spiele die Aufmerksamkeit auf anderen Themen liegt", erklärte Coventry, die im Interesse ihrer Organisation ein positives Bild vom IOC und sich abgeben möchte.

Neben den politisch heiklen Themen in den USA und in Iran, zu denen sie sich auf Nachfrage nicht äußern wollte, gibt es an einigen Sportstätten noch bauliche Probleme.

Alexander Ruda | ZDF-Reporter in Antholz

Im Gespräch mit Florian Zschiedrich spricht Reporter Alexander Ruda über den italienischen Dopingfall und wie der Stand in Antholz vor dem Biathlon-Start ist.

03.02.2026 | 2:59 min

Neue Gondel noch im Bau

Aus einem Schreiben des Bauträgers geht etwa hervor, dass die neue Gondelbahn von Cortina d’Ampezzo zum Skigebiet Socrepes mit den olympischen Pisten auf der Tofane nicht bis zur offiziellen Eröffnungsfeier fertiggestellt werden kann. Sicherheitstests und Probleme beim automatischen Schließmechanismus der aus der Türkei gelieferten Gondeln verhinderten dies.

Mit der neuen Seilbahn vom Stadion Apollonio nach Socrepes hätten Athletinnen und Zuschauer zu den Wettbewerbsstätten auf der Tofane gebracht werden sollen. Deren Transport muss nun bei den ersten Wettkämpfen wohl mit Autos und Bussen bewerkstelligt werden.

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 03.02.2026 ab 05:30 Uhr.

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