Klaebo feiert Rekordsieg bei Tour de Ski, Moch schwach

Norweger dominiert, Moch frustriert:Klaebo feiert Rekordsieg bei Tour de Ski

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Der Norweger Johannes Hösflot Kläbo gewinnt das traditionelle Etappenrennen zum fünften Mal. Der frühere Gesamtzweite Friedrich Moch geht auf seiner Lieblingsstrecke unter.

Johannes Hoesflot KLAEBO (Norwegen) ist in Aktion.

Schlussetappe der Tour de Ski: Der Norweger Mattis Stenshagen klettert am besten. Seinem Landsmann Johannes Hössflott Klaebo (Bild) reicht Platz zwölf für den fünften Gesamtsieg: Rekord.

04.01.2026 | 0:50 min

Als Norwegens Langlauf-Gigant Johannes Hösflot Klaebo hoch oben auf der Alpe Cermis schon seinen Rekordcoup feierte, stapfte Friedrich Moch noch chancenlos und frustriert den härtesten Anstieg der Loipenwelt hinauf.

Beim historischen fünften Gesamtsieg des Rekordweltmeisters bei der Tour de Ski kassierte Moch die nächste bittere Niederlage - einen guten Monat vor Olympia geht beim deutschen Topläufer gar nichts. "Er hat die Entscheidung gefällt, im Wettkampfmodus drinzubleiben. Stand heute können wir sagen, es war die falsche Entscheidung", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder nach Mochs 46. Platz in der Tageswertung:

Wir müssen es nach Olympia beurteilen. Wenn wir doch noch Olympiasieger werden, sagen alle: Gut, haben wir es richtig gemacht.

Bundestrainer Peter Schlickenrieder

Olympia-Ticket für Moch weit entfernt

Nach der Vorstellung in Val di Fiemme, dem Ort der kommenden Winterspiele, scheint es aber schon fraglich, ob Moch überhaupt das Olympia-Ticket bucht. Nichts geht mehr beim Shootingstar der vergangenen Jahre, der dreimal auf der Cermis-Etappe auf das Podest gelaufen und vor zwei Jahren Gesamtzweiter der Tour geworden war.

"Eigentlich fühle ich mich gut und habe hier immer gute Rennen gezeigt", hatte Moch vor der finalen Etappe gesagt. Doch dann kam zur fehlenden Form noch ein Skibruch hinzu.

Klaebo reicht Platz zwölf

Klaebo reichte indes bei der abschließenden "Bergetappe" der 20. Tour ein zwölfter Platz beim Tagessieg seines Landsmanns Mattis Stenshagen, um in der Gesamtwertung vorne zu bleiben.

"Vor Klaebo kann man nur den Hut ziehen. So eine Konstanz an Erfolgen ist eindrucksvoll und inspirierend.

Peter Schlickenrieder

Der große und kräftige Klaebo hatte auf dem bis zu 26 Prozent steilen Schlussanstieg, bei dem auf 3,6 Kilometer rund 400 Höhenmeter zu überwinden sind, erwartungsgemäß nichts mit dem Tagessieg zu tun.

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Angesichts von 1:23 Minuten Vorsprung, die er mit ins Finale genommen hatte, musste der 29-Jährige aber nicht mehr ans Limit gehen. Im Ziel lag der Mann im goldenen Trikot 58,9 Sekunden hinter Stenshagen zurück.

Klaebo überholt Cologna als Rekordsieger

Klaebo gewann damit die Tour de Ski zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren, 2023/24 hatte er erkrankt gefehlt. Bester Deutscher war am Sonntag Florian Notz auf Platz 18.

Klaebo hatte sich den Siegrekord bislang mit dem Schweizer Dario Cologna geteilt. Einziger deutscher Gewinner der Tour ist Tobias Angerer, der bei der Premiere 2006/07 vorne lag.

Am Samstag hatte Jan Stölben im Sprint für eine faustdicke deutsche Überraschung gesorgt und als erster DSV-Läufer seit neun Jahren ein Finale erreicht. Mit Platz sechs hakte Stölben die Olympia-Norm ab. Am Sonntag beim Schlussanstieg hielt er tapfer durch und kam auf Platz 51 "oben an".

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04.01.2026 | 2:38 min

Jessie Diggins holt dritten Gesamtsieg

Bei den Frauen triumphierte Jessie Diggins aus den USA zum dritten Mal. Die 34-Jährige kam im 10 Kilometer Massenstart als Zweite ins Ziel und lag im Gesamtklassement 2:17,7 Minuten vor der Österreicherin Teresa Stadlober.

Der Tagessieg ging an Karoline Simpson-Larsen aus Norwegen. Beste Läuferin im durch etliche Krankheitsausfälle dezimierten DSV-Team war Helen Hoffmann als Zehnte. Im Gesamtklassement verbesserte sich die 23-Jährige auf Platz 13.

Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtete ZDFsportstudio live in der Sendung "Wintersport" am 04.01.2026 ab 10:15 Uhr.

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