DSV ernennt Vorgänger zum Nachfolger:Eisenbichler übernimmt für Bitterling als Biathlon-Chef
Bernd Eisenbichler wird erneut Biathlon-Chef beim DSV. Er tritt die Nachfolge von Felix Bitterling an. Dessen Abschied stand länger fest. Auf Eisenbichler wartet viel Arbeit.
Bernd Eisenbichler wird erneut Biathlon-Chef.
Quelle: dpa | Hendrik SchmidtDer Deutsche Skiverband (DSV) hat die Position des Sportdirektors Biathlon mit einem alten Bekannten besetzt. Bernd Eisenbichler, bereits Biathlon-Chef beim DSV von 2019 bis 2022, übernimmt zum 1. Mai wieder als Sportdirektor Biathlon. Das teilte der DSV am Mittwoch mit.
Eisenbichler wird damit Nachfolger von Felix Bitterling. Dessen Abschied vom DSV zum Ende dieser Olympia-Saison stand schon seit Dezember 2025 fest. Der 48-Jährige wechselt dann zur Internationalen Biathlon Union (IBU). Bei den Olympischen Winterspielen verantwortete Bitterling ein historisch schlechtes Abschneiden mit nur einer Medaille für Deutschland.
Denise Herrmann-Wick und Sven Fischer über die Baustellen, die Felix Bitterling seinem Nachfolger hinterlassen wird.
11.03.2026 | 0:55 minScheidender Bitterling mit Ausblick: "Das ist harte Arbeit"
Der scheidende Biathlon-Chef Bitterling nannte nach dem letzten Olympiarennen in Antholz im ZDF-Interview die Baustellen für seinen Nachfolger:
"Wir haben mit dem Ausscheiden von Franziska Preuß den absoluten Topathleten nicht mehr. Das müssen wir akzeptieren. Wir müssen die Mannschaft, die wir haben, besser machen, und gleichzeitig müssen wir im Nachwuchs dafür sorgen, dass es die Topathleten wieder gibt. Das ist harte Arbeit."
Der scheidende deutsche Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling über die magere Medaillenausbeute bei Olympia mit einmal Bronze und die Zukunft des deutschen Biathlonsports. Interview: Alexander Ruda.
21.02.2026 | 3:13 minWelche Baustelle hinterlässt Bitterling seinem Nachfolger?
Eisenbichler hatte das Amt als deutscher Biathlon-Chef zu den aktiven Zeiten von der heutigen ZDF-Expertin Denise Herrmann-Wick oder Arnd Peiffer schon einmal inne. Nach dem Rücktritt von Franziska Preuß steht der 50-Jährige, der zuletzt bei einem Unternehmen gearbeitet hat, vor einer anspruchsvollen Aufgabe.
Seine ehemalige Athletin Herrmann-Wick sagt auf die Frage über die Baustelle, die Bitterling dem Nachfolger hinterlässt: "Biathlon-Deutschland muss sich nicht verstecken, da ist sehr viel Potential da. Da müssen wir einfach wieder anpacken und vielleicht in eine andere Richtung weiterdenken."
Eisenbichler: In der Weltspitze und im Nachwuchs dauerhaft erfolgreich
Eisenbichler sagte am Mittwoch in einer Mitteilung des DSV: "Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben." Mit Bitterling, der ihm nachgefolgt war, habe er bereits über "zentrale Themen" gesprochen.
Den Deutschen Skiverband (DSV) habe letztendlich "das Gesamtkonzept von Bernd Eisenbichler am meisten überzeugt. Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben", sagte DSV-Vorstand Andreas Schlüter. Auf Eisenbichler wartet nach einem weitgehend enttäuschenden Winter jede Menge Arbeit.
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