Infantino stellt klar: Iran nimmt an Fußball-WM in den USA teil

FIFA-Präsident hat "keinen Zweifel":Infantino stellt klar: Iran nimmt an Fußball-WM teil

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FIFA-Chef Gianni Infantino hat beim FIFA-Kongress versichert, dass Iran an der Fußball-WM teilnehmen wird. Er habe keine Zweifel, dass der Iran in den USA spielen werde.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während des 76. FIFA-Kongresses am 30.04.2026.

FIFA-Präsident Gianni Infantino beim 76. FIFA-Kongress: "Natürlich wird der Iran in den USA spielen"

Quelle: dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat gleich zu Beginn seiner Rede beim Kongress des Fußball-Weltverbandes versichert, dass Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird. "Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte der Schweizer in Vancouver. Er habe keinen Zweifel. "Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen", sagte Infantino.

FIFA-Konferenz in Vancouver

"Ob der Iran wirklich die WM spielt? Keiner weiß es so genau. Fakt ist: Hier in Vancouver sind keine Iraner zu sehen", so ZDF-Sport-Reporter Markus Harm.

29.04.2026 | 3:07 min

Infantinos Aussage ist für Trump "okay"

Schon vor zwei Wochen hatte er bekräftigt, dass Iran trotz des Kriegs mit den USA "auf jeden Fall" an der WM teilnehmen werde. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, dass es "okay" für ihn sei, "wenn Gianni das sagt". Infantino sei "fantastisch, er ist ein Freund von mir."

Ich habe Gianni gesagt, er kann machen, was er will. Lasst sie spielen.

US-Präsident Donald Trump

Im März hatte Trump Iran noch von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt.

FIFA-Kongress: "Mehr Kommerz, weniger Spiele"

"Diese WM 2026 wird alles Dagewesene in den Schatten stellen", berichtet ZDF-Sportreporter Markus Harm vom FIFA-Kongress aus Vancouver.

30.04.2026 | 3:09 min

Iran beim FIFA-Kongress nicht dabei

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, dass die Entscheidung über eine WM-Teilnahme bei Iran liege. Gleichzeitig sagte er aber auch: "Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen."

Am Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend. Die USA haben seither einen Krieg mit Iran begonnen.

Infantino beschwört "Magie" des Fußballs

Iran spielt in der Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland. Die Spiele sollen nahe Los Angeles und in Seattle stattfinden. Zwischenzeitlich hatte der Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.

FIFA-Kongress in Vancouver

Vor der anstehenden WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko gibt's viele politische Fragen - der Präsident rückt aber lieber andere Themen in den Fokus.

30.04.2026 | 1:28 min

Eine Absage oder ein Ausschluss kommen für Infantino nicht infrage. "Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien", sagte er zur Weltlage. Der Fußball hingegen habe "Kraft" und "Magie". "Gemeinsam sind wir unschlagbar", sagte der FIFA-Chef.

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Quelle: Reuters

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 29.04. ab 5:30 Uhr.