UEFA ändert Regeln für VAR-Einsatz im europäischen Fußball

Videobeweis soll schneller werden:UEFA ändert Regeln für VAR-Einsatz im europäischen Fußball

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Der Videobeweis im europäischen Fußball soll schneller und einheitlicher werden. Die neuen UEFA-Regeln für den VAR-Einsatz sollen schon in dieser Saison umgesetzt werden.

Schiedsrichter Referee Robert Schroeder VAR (Archivfoto)

Der Video-Assistent soll nur noch bei klaren Fehlentscheidungen der Schiedsrichter eingreifen. (Archivbild)

Quelle: Eibner-Pressefoto

In dieser Saison soll es weniger, einheitlichere und schnellere Videobeweis-Entscheidungen in den europäischen Fußball-Ligen geben. So soll die Überprüfung einer Spielszene durch den VAR künftig nicht länger als 60 bis 90 Sekunden dauern, teilte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti in einer digitalen Runde vor Medienvertretern mit.

Diese WM-Regeln gelten nicht in der Bundesliga

Bei der Fußball-WM wurden neue Regeln eingeführt, doch nicht alle wurden in der Bundesliga übernommen. Unterschiede betreffen ein Bedecken des Mundes und VAR-Entscheidungen.

31.07.2026 | 0:55 min

Es gehe um "klare und offensichtliche Fehlentscheidungen, nichts anderes", sagte der 58-Jährige laut "Kicker". Zudem soll es bei möglichen Roten Karten wieder mehr um den Kontext des Zweikampfs gehen und nicht allein um das sogenannte Trefferbild. Standbilder würden zwar weiter gezeigt, danach aber auch der Gesamtablauf der Szene in Echtzeit.

Wir treffen keine Playstation-Entscheidungen. Der Fußballkontext ist wichtig.

UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti

Rosetti: Standbilder nicht übergewichten

Der frühere italienische Spitzenschiedsrichter forderte die Unparteiischen dazu auf, Standbilder nicht überzugewichten und im Zweifel bei den auf dem Platz getroffenen Entscheidungen zu bleiben.

Wir sind froh über jeden Schiedsrichter, der die Courage besitzt, das zu tun. Wir wollen starke Entscheider mit Persönlichkeit auf dem Platz, das bleibt das A und O.

Roberto Rosetti

Gäste: Knut Kircher und Thorsten Kinhöfer

Der VAR sorgt für den Dauer-Aufreger in der Bundesliga. Knut Kircher (Chef der deutschen Elite-Schiedsrichter) und Thorsten Kinhöfer (ZDF-Schiri-Experte) im Sportstudio-Gespräch.

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Bundesliga prüft Eckbälle nicht

Wie bei der vergangenen Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko werden falsche Eckstoß-Entscheidungen durch den VAR korrigiert, allerdings nur "wenn es komplett klar ist und unverzüglich funktioniert", sagte Rosetti.

Der DFB hatte entschieden, in der Bundesliga keine Eckbälle per Videobeweis überprüfen zu lassen.

VAR-Sabotage

Fans von Preußen Münster haben im Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC den Einsatz des VAR sabotiert.

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UEFA stellt "Clear Line" vor

Um die Videobeweis-Eingriffe auch Fans besser zu erklären, hat die UEFA eine Übersicht ("Clear Line") auf ihrer Internetseite eingestellt. Dort gibt es unter anderem Beispielvideos für strittige Situationen.

"Komplette Einheitlichkeit wird immer eine Utopie bleiben. Aber: Wir sind überzeugt, dass wir mit Clear Line einen sehr, sehr großen Schritt gehen", sagte Rosetti. Die neuen Leitlinien hatten zunächst die Schiedsrichterchefs aus Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien erarbeitet. Danach wurden sie unter allen 55 UEFA-Mitgliedern abgestimmt.

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Quelle: Reuters

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Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtete das ZDF in dem Beitrag "Diese WM-Regeln gelten nicht in der Bundesliga" am 31.07.2026 um 15:52 Uhr.

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